Kapitel 2
Mehr als 400 Milliarden E-Mails lügen nicht. Sinch Mailgun hat die Versanddaten der zehn Branchen mit dem größten Versandvolumen analysiert, um Ihnen den bisher besten Überblick über die E-Mail-Performance im Jahr 2025 zu vermitteln. Ganz gleich, ob Sie Transaktionsbenachrichtigungen oder Werbekampagnen versenden: Wenn Sie wissen, wie Ihre Kennzahlen im Vergleich abschneiden, ist das der erste Schritt, um sie zu verbessern.
E-Mails branchenübergreifend analysiert, um diese Benchmarks für 2025 zu erstellen
höchste Zustellrate aller Top-Branchen: Luftfracht und Logistik
niedrigste Bounce-Rate aller Top-Branchen: Luftfracht und Logistik
Zustellrate für Einzelhandel und E-Commerce: die höchste unter den verbraucherorientierten Branchen mit hohem Volumen
Abmeldungen wurden 2025 allein in der Informationstechnologie verzeichnet
Zustellrate für Medien: Die niedrigste unter den Top-10-Branchen mit dem größten Volumen
Alle Zahlen in dieser Tabelle wurden mit echten Versanddaten von Sinch Mailgun zusammengestellt – nicht mit Umfragen oder Schätzungen. Diese Zahlen umfassen mehr als 400 Milliarden E-Mails, die 2025 von den Top-10-Branchen mit dem größten Versandvolumen versendet wurden. Nutzen Sie die Zahlen, um Ihr eigenes Programm zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
Die Zustellrate ist eine der sichtbarsten Metriken im E-Mail-Bereich und eine der am meisten missverstandenen. Sie misst den Prozentsatz der E-Mails, die von den empfangenden Mailservern akzeptiert wurden. Sie verrät Ihnen aber nicht, ob diese E-Mails auch tatsächlich im Posteingang gelandet sind.
Eine E-Mail kann in den Spam-Ordner zugestellt werden und trotzdem als „zugestellt“ gelten. Deshalb ist eine gute Zustellrate nur der Ausgangspunkt, nicht das Ziel. Branchen wie Luftfracht und Logistik (99,25& %) und der Einzelhandel (98,74 %) stehen an der Spitze der Tabelle, aber erfahrene Absender kombinieren diese Zahlen mit Tests zur Posteingangsplatzierung, um das Gesamtbild zu verstehen.
Aber warum ist das so? Betrachtet man die Branche, so versenden logistikbasierte Unternehmen wahrscheinlich ein größeres Volumen an Transaktionsnachrichten (Versandbestätigungen, Zahlungsbelege usw.), und diese E-Mails haben für Verbraucher von Natur aus einen höheren Wert. Wenn Sie ein hohes Volumen an Transaktions- und Marketing-E-Mails versenden, kann die Aufteilung Ihres Versands auf verschiedene Domains oder IPs Ihre Reputation erheblich steigern.
Profi-Tipp: Der Unterschied zwischen Zustellrate und Posteingangsplatzierungs-Rate
Die Zustellrate sagt Ihnen, wie viele E-Mails akzeptiert wurden. Sie sagt nichts darüber aus, wo sie gelandet sind. Tests zur Posteingangsplatzierung – in Mailgun Optimize verfügbar – zeigen Ihnen, ob Ihre E-Mails im Posteingang, im Spam-Ordner oder ganz woanders ankommen, und das noch vor dem tatsächlichen Versand.
Ein „Bounce“ tritt auf, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden kann. Ein „Hard Bounce“ bedeutet, dass die Adresse nicht existiert. „Soft Bounces“ sind vorübergehend und können auf einen vollen Posteingang, ein Server-Timeout oder eine kurzzeitige Blockierung zurückzuführen sein.
Die meisten Top-Branchen halten ihre Bounce-Raten deutlich unter 0,5 %. Am unteren Ende betragen sie sogar nur 0,01 %, was auf eine genau überwachte Kontaktliste und eine saubere Versandinfrastruktur hindeutet. Am oberen Ende liegen Dienstleistungsunternehmen mit 0,22 % und der Einzelhandel mit 0,18 % – das liegt immer noch im akzeptablen Bereich, sollte aber im Auge behalten werden.
Wenn Ihre Bounce-Rate über 2 % ansteigt, signalisiert das, dass Ihre Liste bereinigt werden muss.
Vorsicht: Bounce-Raten und Absenderreputation
Hohe Bounce-Raten senden ein negatives Signal an die E-Mail-Anbieter. Zu viele Bounces – vor allem Hard Bounces – können Ihre Absenderreputation schädigen und dazu führen, dass mehr Ihrer E-Mails im Spam landen. Eine regelmäßige Listenhygiene und die Validierung von E-Mail-Adressen vor dem Versand sind die effektivsten Methoden, um die Bounce-Raten niedrig zu halten.
Die Informationstechnologie verzeichnete 2025 über 261 Millionen Abmeldungen – mit Abstand die größte Anzahl in den Top 10. Das klingt alarmierend, bis man den Kontext betrachtet: Die IT-Branche versendete nämlich wesentlich mehr E-Mails als alle anderen Branchen (172,9 Milliarden).
Die Anzahl der Abmeldungen für sich allein betrachtet sagt nur sehr wenig aus. Entscheidend ist Ihre Abmelderate, also der Prozentsatz der Empfänger, die sich pro Versand abmelden. Eine große Anzahl an Abmeldungen aus einer riesigen Liste ist weit weniger besorgniserregend als ein kleiner, aber zunehmender Opt-out-Trend bei einer kleinen, sorgfältig verwalteten Zielgruppe. Sie müssen auch dafür sorgen, dass sich Ihre Abonnenten einfach abmelden können – um die Versandanforderungen zu erfüllen, aber auch, damit diese Sie nicht als Spam markieren und Ihre Spam-Rate erhöhen, was Ihre Reputation erheblich beeinträchtigen kann.
Der Einzelhandel verzeichnete 37,4 Millionen Abmeldungen bei nur 8 Milliarden versendeten E-Mails. Das liegt zwar zum Teil an der Branche, aber man sollte das im Zusammenhang sehen: Das sind fast fünfmal so viele Abmeldungen wie im Bereich Medien, in dem fast dreimal so viele E-Mails versendet wurden. Der Einzelhandel und der E-Commerce sind aufgrund der Anzahl von Werbe-E-Mails im Allgemeinen ein eher unbeständiges Versand-Umfeld. Eine intelligente Segmentierung, die auf den Daten und dem Verhalten Ihrer Abonnenten basiert, kann helfen, dies abzumildern.
Profi-Tipp: Machen Sie das Abmelden einfach
Wenn Kontakte den Abmeldelink nicht finden, verwenden sie stattdessen oft den Spam-Button. Eine Spam-Beschwerde richtet weitaus mehr Schaden an als eine Abmeldung. Die Abmeldung mit einem Klick gemäß RFC 8058 ist mittlerweile eine Vorgabe der großen E-Mailanbieter für Massenversender.
Luftfracht und Logistik hebt sich vom Rest der Top 10 ab. Eine Zustellrate von 99,25 % und eine Bounce-Rate von 0,01 % deuten auf ein Versandprogramm hin, das auf sauberen, verifizierten Listen und einer starken Infrastruktur basiert. Das ist sinnvoll in einer Branche, in der E-Mails oft zeitkritische, operative Updates enthalten – Versandbenachrichtigungen, Tracking-Updates, Zolldokumente –, die die Empfänger wirklich benötigen und erwarten.
Kapitalmärkte folgen einem ähnlichen Muster: 98,13 % Zustellung und 0,11 % Bounce-Rate bei einer relativ geringen Anzahl an Abmeldungen. Dies deutet auf eine Zielgruppe hin, die sich angemeldet hat und dabei bleibt.
Vergleichen Sie das mit dem Bereich Medien mit 95,05 % – der niedrigsten Zustellrate in den Top 10. Hohe Versandvolumina, breite Zielgruppen und ein wettbewerbsintensives Umfeld für den Posteingang setzen die Zustellbarkeit in diesem Sektor unter Druck.
Der rote Faden bei erfolgreichen Absendern
Die Branchen mit den stärksten Zustellraten haben einige Gewohnheiten gemeinsam: erlaubnisbasierte Erstellung von E-Mail-Listen, konsistente Listenhygiene, ordnungsgemäße E-Mail-Authentifizierung (SPF, DKIM und DMARC) und der Versand von Inhalten, die die Empfänger auch tatsächlich wollen. Das sind keine Geheimnisse. Es sind Kompetenzen.
Benchmarks sind am nützlichsten, wenn sie in Kombination mit Ihren eigenen Daten betrachtet werden. Wenn Ihre Zustellrate bei 94 % liegt und Ihr Branchendurchschnitt 97 % beträgt, hat diese Lücke einen Preis – E-Mails, die nie einen Kunden, Interessenten oder Kontakt erreicht haben, der diese Nachricht benötigt hätte.
So können Sie diese Zahlen in der Praxis für sich nutzen:
Ihre aktuelle Situation zu verstehen ist der erste Schritt. Dabei unterstützt Sie Sinch Mailgun. Ob Sie daran arbeiten, Bounce-Raten zu reduzieren, die Posteingangsplatzierung zu verbessern oder ein Programm mit großem Volumen ohne Einbußen bei der Zustellbarkeit zu skalieren – die richtigen Tools machen den Unterschied.