Deliverability
10 Wege, Ihre Absenderreputation zu verbessern und zu schützen
Was ist die Absenderreputation? Gut, dass Sie fragen. In diesem Artikel definieren wir, was die Absenderreputation ist und woraus sie besteht. Wir stellen unsere wichtigsten Tipps vor und erklären einige der häufigsten Fehler, die neue Absender machen.
Lassen Sie uns ins Detail gehen.
Was ist Ihre E-Mail-Absenderreputation?
Ihre Absenderreputation ist ein Schlüsselfaktor, den Inbox Service Provider (ISPs) wie Gmail und Yahoo zur Bestimmung der Posteingangsplatzierung heranziehen – also ob Ihre E-Mail-Nachricht im Posteingang der Zielgruppe oder im Spam-Ordner landet. Mit anderen Worten: Ihre Absenderreputation ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer E-Mail-Zustellbarkeit.
Im schlimmsten Fall (wenn Ihre Reputation wirklich schlecht ist) kann Ihre Absenderreputation sogar dazu führen, dass Sie auf einer E-Mail-Blockliste. Wie Sie sich vorstellen können, ist die Absenderreputation sehr wichtig. Denn ganz gleich, ob Sie einen Transaktions-E-Mail oder eine E-Commerce-Kampagne versenden: Was nützt ein großartiges E-Mail-Design oder personalisierter Inhalt, wenn die Nachricht nie gelesen wird?
ISPs sind nicht immer zu 100 % transparent, wenn es um ihre Parameter für Zustellung und Posteingangsplatzierung geht. Gmail bietet jedoch seine Google Postmaster Tools die Ihnen Einblicke darüber geben, was Gmail über Ihre Absenderreputation denkt. Da Gmail eine der wichtigsten Plattformen im E-Mail-Bereich ist, können Sie davon ausgehen, dass andere E-Mail-Clients ähnliche Maßnahmen nutzen, um Ihre Absenderreputation zu bewerten.
Wodurch wird Ihre Absenderreputation bestimmt?
Wie im echten Leben wird die Reputation nie durch eine einzige Aktion bestimmt. Tatsächlich setzt sich Ihre Absenderreputation aus Ihrer IP-Reputation und Ihrer Domain-Reputation im Laufe der Zeit zusammen.
- Ihre IP-Reputation basiert auf der IP-Adresse, von der aus Sie E-Mails versenden. Wenn Sie eine geteilte IP-Adresseverwenden, wird Ihre Reputation auch von den anderen Absendern beeinflusst, mit denen Sie Ihre IP teilen. Nutzen Sie hingegen eine dedizierte IP-Adresse, sind Sie vollständig für Ihre IP-Reputation verantwortlich.
- Ihre Domain-Reputation basiert auf der Domain, von der aus Sie E-Mails versenden, wie mailgun.com. Ähnlich wie Ihre IP-Reputation wird auch Ihre Domain-Reputation durch die E-Mails bestimmt, die Sie über diese Domain versenden.
Schauen wir uns das genauer an. Hier sind einige Faktoren, die Ihre IP- und Domain-Reputation und damit wiederum Ihre Absenderreputation bestimmen:
- E-Mail-Inhalt: Versenden Sie hochwertige E-Mails, die Ihre Abonnentinnen und Abonnenten erhalten möchten? E-Mail-Inhalte, die Spam-Merkmale oder entsprechende Formulierungen enthalten, werden als minderwertig eingestuft. E-Mails, die nur aus Bildern bestehen, und Nachrichten mit zu großer Dateigröße können für ISPs ebenfalls Warnsignale sein. Sie wollen schließlich nicht, dass E-Mail-Anbieter Sie als Spam-Versender einstufen.
- Missbrauchsbeschwerden: Wenn Ihr Publikum Ihre E-Mails als Spam markiert, wird dies als Spam-Beschwerde erfasst – auch bekannt als Missbrauchsbeschwerde (Abuse Complaint). Eine hohe Beschwerderate kann Spamfilter auslösen und Ihre Absenderreputation negativ beeinflussen. Um Missbrauchsbeschwerden zu vermeiden, sollten Sie es Ihrer Leserschaft leicht machen, sich abzumelden, wenn sie Ihre Nachrichten nicht mehr erhalten möchte.
- Qualität der E-Mail-Liste: Ihre Reputation hängt von mehr ab als nur vom E-Mail-Inhalt. Wenn Sie beispielsweise Ihre E-Mail-Liste nicht durch regelmäßige E-Mail-Verifizierungen pflegen, riskieren Sie, dass sich Spamfallen oder ungültige E-Mail-Adressen in Ihrer Liste befinden. Dies führt zu einer hohen Bounce-Rate, was ein Warnsignal an E-Mail-Anbieter sendet, da es so wirkt, als seien Ihre Inhalte nicht willkommen.
- Versandhistorie: Hierbei handelt es sich gewissermaßen um ein Henne-Ei-Problem. Wenn Ihre IP-Adresse keine Historie für einen konsistenten E-Mail-Versandaufweist, müssen Sie Ihre IP „aufwärmen“ und Vertrauen aufbauen, bevor Sie groß angelegte E-Mail-Marketing-Kampagnen versenden. Eine unregelmäßige Versandhistorie führt zudem dazu, dass Sie als potenziell problematischer Absender eingestuft werden. Dies wiederum führt zu Problemen bei Ihrem E-Mail-Versand.
Welche Folgen hat es, ein schlechter Absender zu sein?
Sie haben also Ihre App mit einem E-Mail-Service-Provider (ESP) integriert. Das war’s, oder? Nicht ganz.
Wenn Sie einen ESP wie Mailgun verwenden, helfen wir Ihnen dabei, Ihre Absenderreputation zu schützen. Allerdings sind nicht alle ESPs gleich, und unter Umständen sind Sie selbst dafür verantwortlich, sich um Ihre Absenderreputation zu kümmern. Wenn Sie eine schlechte Absenderreputation haben, markieren ISPs Ihre Nachrichten, wodurch Ihre E-Mails mit geringerer Wahrscheinlichkeit im Posteingang der Leserschaft landen.
Stellen Sie sicher, dass Ihre großartige E-Mail-Kampagne auch den Posteingang Ihrer Leserschaft erreicht. Pflegen Sie eine gute Absenderreputation, um Ihre E-Mail-Zustellbarkeit zu gewährleisten.
Fünf Wege zur Verbesserung Ihrer Absenderreputation
Zwar können Sie Tools wie Sender Score nutzen, um Ihren Reputationswert zu überwachen, doch das allein reicht nicht aus. Beachten Sie stattdessen diese Tipps, um Ihre Absenderreputation zu verbessern:
- Achten Sie auf eine gute Listenpflege.
- Bieten Sie eine einfache Möglichkeit zur Abmeldung.
- Nutzen Sie das Double-Opt-in-Verfahren.
- Prüfen Sie, ob Sie auf einer Blockliste stehen.
- Richten Sie geeignete Authentifizierungsprotokolle ein.
Im Folgenden gehen wir diese Punkte im Einzelnen durch.
1. Auf gute Listenpflege achten
Verifizieren Sie Ihre E-Mail-Liste regelmäßig, um ungültige Adressen, Spamfallen und inaktive Abonnenten zu entfernen. Das senkt Ihre Bounce-Rate und erhöht Ihre Öffnungsrate. Beide Metriken tragen dazu bei, Ihre Absenderreputation zu verbessern. Tatsächlich zählt Nick Schafer von Sinch Mailgun – wie in diesem Video erklärt – diese beiden zu den wichtigsten Metriken, wenn es um die Verbesserung der Absenderreputation geht.
2. Einfache Abmeldemöglichkeit bieten
Vermeiden Sie Missbrauchsbeschwerden, indem Sie Ihrer Leserschaft eine einfache Möglichkeit zur Abmeldung geben, wenn sie keine weiteren E-Mails mehr erhalten möchte. Es ist natürlich schade, sie zu verlieren, aber das ist besser, als darauf zu warten, dass sie Ihre Nachrichten als Spam markieren.
3. Double-Opt-in nutzen
Abonnentinnen und Abonnenten vor der Aufnahme in Ihre E-Mail-Liste um die Verifizierung ihrer E-Mail-Adresse zu bitten, mag wie eine unnötige Hürde wirken. Dieser zusätzliche Schritt hilft jedoch dabei, die Gültigkeit der E-Mail-Adressen in Ihrer E-Mail-Liste zu überprüfen. Noch wichtiger ist jedoch, dass Sie den Nutzern die Möglichkeit geben, zu bestätigen, dass sie Ihre Nachrichten auch wirklich erhalten möchten.
4. Prüfen, ob Sie auf einer Blockliste stehen
Selbst wenn Sie als legitimer Absender hochwertige Inhalte versenden, könnten Sie auf einer Blockliste landen. Prüfen Sie vor dem Versand Ihrer nächsten E-Mail-Kampagne, ob Sie auf einer Blockliste stehen, um sicherzustellen, dass Ihre Nachrichten auch wirklich im Posteingang ankommen. Denn wenn Sie auf einer Blockliste stehen, erreichen Ihre Nachrichten den Posteingang Ihrer Zielgruppe erst gar nicht. Eine hohe Bounce-Rate kann sich negativ auf Ihre Absenderreputation auswirken. Bei Mailgun bieten wir eine Blocklisten-Überwachung an, um Ihre Zustellbarkeitsraten dauerhaft hoch zu halten.
5. Geeignete Authentifizierungsprotokolle einrichten
Stellen Sie vor dem Versand sicher, dass Ihre SPF-, DKIM-, DMARC- und BIMI- Einträge vorhanden sind. Diese Authentifizierungsprotokolle dienen als Identitätsnachweis, der bestätigt, dass Sie wirklich der angegebene Absender sind. Stellen Sie sich E-Mail-Anbieter wie Türsteher in einem Club vor. Ihre Authentifizierungseinträge sorgen dafür, dass Sie an der Party teilnehmen dürfen und im Posteingang Ihrer Nutzer landen.
Zusammenfassung
Zusammenfassend ist genau das die Absenderreputation. Dabei geht es nicht nur um Technologie – sondern um Verhalten, Konsistenz und Respekt gegenüber Ihrer Zielgruppe. Wenn Sie zu viele E-Mails versenden, die Listenpflege vernachlässigen oder Best Practices ignorieren, riskieren Sie, als jemand wahrgenommen zu werden, der Hinweise einfach nicht versteht.
Wie Natalie Hays, Senior Product Marketing Manager bei Sinch Mailgun, in Folge zwei unseres Deliverability-Academy-Webinars:
Stellen Sie sich vor, Sie lernen jemanden neu kennen und möchten sich anfreunden. Doch anstatt es entspannt anzugehen, schreiben Sie 50 Nachrichten am Stück: „Hey.“ „Was geht?“ „Hast du meine Nachricht bekommen?“ „Warum antwortest du nicht?“ Das ist unangenehm.
Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie anfangen sollen, oder wenn Ihre Absenderreputation ein wenig Pflege benötigt, haben Sie Glück. Unser Account-Management-Team hilft Ihnen gerne dabei, Ihr Zustellbarkeitsprogramm zu bewerten und Ihre Posteingangsplatzierung zu verbessern.
FAQ
Was passiert, wenn ich mein Versandvolumen plötzlich erhöhe?
Wie bereits erwähnt, sendet der plötzliche Versand eines hohen E-Mail-Volumens ein Warnsignal an E-Mail-Anbieter. Ein solches Verhalten wird als spam-artig („spammy“) angesehen und kann sich negativ auf Ihre Absenderreputation auswirken. Wärmen Sie Ihre IP-Adresse stattdessen langsam für größere Versandvolumina auf. Einige ESPs wie Mailgun bieten das Aufwärmen Ihrer dedizierten IP-Adresse als Service an.
Was passiert, wenn ich Inhalte versende, die nach Spam aussehen?
Es versteht sich fast von selbst: Wenn es nach Spam aussieht, stehen die Chancen gut, dass ISPs es auch als Spam behandeln. Verzichten Sie auf E-Mails, die nur aus Bildern bestehen, auf typische Spam-Wörter, zu viele Ausrufezeichen oder unzählige Emojis. Prüfen Sie Ihre Betreffzeilen auf Rechtschreibfehler. Wenn Ihre Nachricht nach Spam aussieht, könnten sich ISPs weigern, diese im Posteingang der Empfängerseite zuzustellen. Dies wird sich negativ auf Ihre Reputation auswirken.
Was ist, wenn ich vergesse, inaktive Nutzer zu entfernen?
Behalten Sie Ihre E-Mail-Marketing-Metriken im Auge – wie die Öffnungsrate, die Klickrate und die Konversionsrate –, um herauszufinden, ob Ihre Leserschaft noch aktiv ist. Wenn die Empfängerseite nicht mehr reagiert, können Sie eine Re-Engagement-E-Mail senden oder eine Sunset-Policy einrichten, um diese Kontakte aus Ihrer E-Mail-Liste zu entfernen.
Kann ich eine geteilte IP-Adresse nutzen?
Wie bereits erwähnt, bedeutet die Nutzung einer geteilten IP-Adresse, dass Sie sich Ihre IP-Reputation mit anderen Absendern teilen. Das kann natürlich von Vorteil sein, wenn Sie neu im Versand sind und von einer IP-Adresse mit etablierter Reputation profitieren möchten. Es kann jedoch nach hinten losgehen, wenn die anderen Absender auf Ihrer IP-Adresse schlechte E-Mail-Versandgewohnheiten haben. Nutzen Sie eine dedizierte IP-Adresse, um diese Probleme zu vermeiden.
Sollte ich E-Mail-Listen kaufen?
Das ist ein sicherer Weg in die Katastrophe. Der Kauf von E-Mail-Listen führt höchstwahrscheinlich zu höheren Beschwerderaten – wenn die Empfänger Ihre Inhalte als Spam markieren, vorausgesetzt, die gekauften E-Mails sind überhaupt legitim. Gekaufte Listen sind nicht verifiziert und die Empfänger haben sich nicht dafür angemeldet, Nachrichten von Ihrem Dienst zu erhalten. Selbst wenn Sie vermuten, dass solche Listen einige seriöse Leads enthalten, ist das Risiko für Ihre Absenderreputation schlicht zu hoch.