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Spamfallen: Wie Sie sie aufspüren und von Ihrer Liste fernhalten

Nicht alle Spamfallen sind gleich, weshalb auch die drohenden Konsequenzen je nach Art der Falle variieren.
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Es gibt unterschiedliche Arten von Fallen für unterschiedliche Lebewesen. Rattenfallen für Nagetiere, Bärenfallen für Grizzlys und Spamfallen für – Sie ahnen es – Spammer.

Natürlich könnten ahnungslose Wandernde in eine Bärenfalle treten, falls sie zu weit vom Weg abkommen. Und falls E-Mail-Absender Wege betreten, die sie meiden sollten, könnten auch Spamfallen zum Problem werden. Wir sprechen hier von ernsthaften Rückschlägen für Ihre E-Mail-Zustellbarkeit.

Admiral Ackbar aus Star Wars wird nicht zur Stelle sein, um zu rufen: „Es ist eine Falle!“ Was können Sie also tun, um Spamfallen aufzuspüren und von vornherein zu vermeiden?

Was sind Spamfallen?

Zunächst einmal sollte Folgendes klar sein: Spamfallen sollen Spammer fangen, keine Spam-Nachrichten. E-Mail-Anbieter nutzen Spamfilter, um zu ermitteln, welche Nachrichten im Spam-Ordner landen. Spamfallen helfen E-Mail-Anbietern und Betreibenden von E-Mail-Blocklisten dabei, Absender mit Spam-Verhalten zu identifizieren.

Eine Spamfalle ist eigentlich nur eine E-Mail-Adresse. Allerdings steht keine echte Person hinter dieser E-Mail-Adresse. Spamfallen sind entweder gefälschte Kontakte oder E-Mail-Adressen, die aufgegeben wurden und nicht mehr genutzt werden. Versenden Sie eine Kampagne an eine dieser Adressen, ist das ein ziemlich klares Zeichen dafür, dass Sie nichts Gutes im Schilde führen. Bereits eine einzige E-Mail an die falsche Adresse kann Ihre Absenderreputation schädigen oder sogar dazu führen, dass alle Ihre E-Mails blockiert werden.

Drei Arten von Spamfallen

Sehen wir uns genauer an, wie die drei verschiedenen Arten von Spamfallen klassifiziert werden.

  1. Unberührte Spamfallen/Honeypots
  2. Recycelte Spamfallen
  3. Tippfehler-Spamfallen

Nicht alle Spamfallen sind gleich, und das gilt auch für die potenziellen Konsequenzen, falls Sie mit diesen auf Ihrer Liste erwischt werden. Tatsächlich gibt es nur eine Art, die Sie bei Anti-Spam-Organisationen sehr schnell in große Schwierigkeiten bringen kann. Das ist die Art von Spamfalle, die ganz oben auf unserer Liste steht.

1. Unberührte Spamfallen oder Honeypots

Honeypots sind für bestimmte wilde Tiere unwiderstehlich. Auf die gleiche Weise ist eine Honeypot-Spamfalle für E-Mail-Betrügende oder Spammer äußerst verlockend. Es ist eine schöne, verlockende E-Mail-Adresse, die nur darauf wartet, unerwünschte E-Mails zu erhalten. Aber dieser Honeypot ist nichts weiter als ein Köder.

Diese werden häufiger als echte oder unberührte Spamfallen bezeichnet. Es handelt sich um „gefälschte“ E-Mail-Adressen, die von Blocklisten und Anbietern von Posteingangsdiensten erstellt und im Internet platziert werden. Unberührte Spamfallen tauchen auch auf gekauften E-Mail-Listen auf. Das liegt daran, dass Personen, die E-Mail-Kontakte verkaufen, in der Regel nicht zu den vertrauenswürdigsten gehören.

Wenn Spammer eine Sammlung von E-Mail-Adressen kaufen oder das Internet nach Kontakten durchsuchen, kann eine (oder mehrere) dieser unberührten Spamfallen-E-Mail-Adressen auf ihrer Liste landen. Da mit diesen E-Mail-Adressen keine echten Abonnenten verknüpft sind, signalisiert die Präsenz einer unberührten Spamfalle auf Ihrer Liste den E-Mail-Anbietern, dass Sie wahrscheinlich ein Spammer sind.

Falls sich eine unberührte Spamfalle auf Ihrer Liste befindet, ist es höchst unwahrscheinlich, dass sie dorthin gelangt ist, weil jemand sie für ein Opt-in zu Ihren E-Mails genutzt oder Ihre Liste abonniert hat. Tatsächlich ist es nahezu unmöglich.

Der Versuch, E-Mails an eine unberührte Spamfalle zu senden, ist der schnellste Weg, als Spammer eingestuft zu werden und die Zustellung Ihrer E-Mail-Nachrichten in den Posteingang blockieren zu lassen.

2. Recycelte Spamfallen

Eine recycelte Spamfalle ist oft etwas schwerer zu identifizieren und führt etwas seltener zu Problemen. Dennoch können sie ein Problem darstellen. Hier ist ein häufiges Szenario, das dazu führen kann, dass eine recycelte Spamfalle auf Ihrer E-Mail-Liste landet:

Nehmen wir an, Sie haben einen Abonnenten, der die geschäftliche E-Mail-Adresse nutzt, um sich für Ihre Liste anzumelden. Das passiert ständig. Was passiert aber, wenn diese Person die Arbeitsstelle wechselt? Die E-Mail-Adresse wird obsolet, existiert aber weiterhin auf E-Mail-Listen. Einst war es eine echte E-Mail-Adresse, aber jetzt bleibt sie ungenutzt. Dasselbe kann mit E-Mail-Adressen von Universitäten nach dem Abschluss der Studierenden passieren.

E-Mail-Anbieter bemerken dies, wenn Nachrichten von ungültigen E-Mail-Adressen als Bounce zurückkommen. In manchen dieser Fälle beginnen sie, die obsolete E-Mail-Adresse als Spamfalle zu nutzen. So wird das, was vielleicht einst ein aktiver Abonnent war, zu einer Gefahr für die E-Mail-Reputation.

Gekaufte E-Mail-Listen enthalten zudem sehr wahrscheinlich alte, ungültige E-Mail-Adressen, die nicht mehr genutzt werden. Während recycelte Fallen also kein so eindeutiges Zeichen für einen Spammer sind wie unberührte Fallen, können sie E-Mail-Anbieter dennoch aufmerksam und misstrauisch machen.

Bevor eine Adresse zu einer recycelten Spamfalle wird, taucht sie in Ihren E-Mail-Analysen als Hard Bounce auf. Sobald sie zu einer Falle wird, generiert sie keinen Bounce mehr. Falls Sie Nachrichten an eine dieser E-Mail-Adressen von Spamfallen senden, bedeutet das, dass Sie Ihre Kontakte nicht proaktiv verwalten. Und eine mangelhafte Listenpflege könnte eine Schädigung Ihrer E-Mail-Absenderreputation bedeuten.

3. Tippfehler-Spamfallen

Tippfehler-Spamfallen sind die harmlosesten der drei, aber auch die frustrierendsten. Wir haben erstmals 2014 bemerkt, dass Spamhaus sie einsetzt. Manchmal abonnieren echte Menschen Ihre E-Mail-Liste oder schreiben eine E-Mail-Adresse bei einem Event handschriftlich auf ein Formular, aber sie wird nicht richtig eingetippt oder ist schwer lesbar.

Häufige E-Mail-Tippfehler sind .con statt .com oder gnail statt gmail. Der Buchstabe „N“ steht auf der Tastatur direkt neben dem „M“, und die Wörter sehen sich so ähnlich, dass die Personen ihren Fehler manchmal nicht bemerken.

Dies deutet nicht zwangsläufig darauf hin, dass Sie ein Spammer sind, sondern zeugt von Abkürzungen und Schlamperei, die E-Mail-Anbieter bei legitimen Absendern ungern sehen. Es ist auch ein Hinweis darauf, dass der Absender kein Double-Opt-in-Verfahren nutzt , um zu bestätigen, dass Abonnenten wirklich in eine Liste aufgenommen werden möchten. Das legt die Vermutung nahe, dass hier fragwürdige Praktiken beim Listenaufbau im Spiel sein könnten.

Letter with the "Gnail" instead of "Gmail" spelled

Was passiert, wenn Sie an eine Spamfalle senden?

Die Konsequenzen beim Versand von E-Mails an Spamfallen variieren je nach Art.

Wie bereits erwähnt, haben unberührte Spamfallen die unmittelbarsten Auswirkungen, da es sich dabei nie um legitime E-Mail-Adressen handelte und der E-Mail-Anbieter oder die Blockliste das weiß.

Sobald eine E-Mail an einen Honeypot gesendet wird, kann der Absender direkt auf eine Blockliste gesetzt werden. Dies bedeutet, dass künftige E-Mails von dieser Adresse (oder sogar der gesamten IP-Adresse oder Organisation) nicht mehr zugestellt werden.

Bei recycelten und Tippfehler-Spamfallen dauert es etwas länger, bis die Art des Absenders bestimmt ist, sodass Strafen nicht sofort eintreten. Die Reputation eines Absenders wird dadurch jedoch definitiv nicht verbessert. Falls diese Reputation ohnehin auf wackligen Beinen steht oder der Absender wiederholt an diese Adressen E-Mails versendet, könnte die E-Mail-Zustellbarkeit sinken oder blockiert werden.

Was bedeutet eine schlechte Zustellbarkeit? Es kann bedeuten, dass Ihre E-Mails in den Spam-Ordner verschoben werden. Es kann auch heißen, dass sie überhaupt nicht zugestellt werden. Dies passiert, falls sich der Absender auf einer Blockliste befindet.

Wie Sie Spamfallen aufspüren und vermeiden

Die Vermeidung von unberührten Spamfallen ist einfach. Kaufen Sie keine E-Mail-Listen und beauftragen Sie niemanden damit, Software einzusetzen, die Websites nach E-Mail-Adressen durchsucht. Verzichten Sie auf diese beiden Vorgehensweisen, dann müssen Sie sich keine Sorgen um Honeypots machen.

Bei den anderen beiden Arten müssen Sie die Spamfallen zunächst identifizieren, bevor Sie diese aus Ihrer Liste entfernen können. Das ist erforderlich, um Ihre E-Mail-Liste sauber zu halten. Sie müssen Ihre E-Mail-Liste durchgehen, Ihre Berichte zur Zustellbarkeit studieren, sich Ihre Bounces ansehen und veraltete E-Mail-Adressen sowie Kontakte mit Tippfehlern löschen.

Suchen Sie nach Tippfehlern und versuchen Sie, diese manuell zu aktualisieren. Achten Sie zudem auf Hard Bounces und entfernen Sie diese Kontakte aus Ihrer Liste. Automatisieren Sie diesen Prozess jedoch ganz einfach, um sich um eine Sache weniger kümmern zu müssen. Falls Ihre Liste wirklich eine gründliche Bereinigung benötigt, gibt es Tools, die Ihnen diese Aufgabe erleichtern.

Die E-Mail-Verifizierungen von Mailgun Optimize sind dafür das perfekte Beispiel. Nutzen Sie dieses Feature, um Ihre gesamte Liste für Massen-Verifizierungen hochzuladen. Dieser Prozess hilft Ihnen dabei, alle ungültigen und veralteten E-Mails auszusortieren.

Zudem validieren Sie Kontakte mit der Echtzeit-E-Mail-Verifizierungs-API von Mailgun Optimize direkt am Erfassungspunkt. Dadurch erkennen Sie diese Tippfehler, bevor eine falsche E-Mail-Adresse zu Ihrer Liste hinzugefügt wird.

E-Mail-Verifizierung vs. Validierung

E-Mail-Verifizierung und Validierung sind eng verwandt, aber eine geht etwas weiter als die andere. 

Eine E-Mail-Validierung stellt sicher, dass alle Ihre E-Mail-Adressen richtig formatiert sind. Die Validierung fängt die meisten Tipp- und andere Fehler ab. Die E-Mail-Verifizierung übernimmt die deutlich größere Herausforderung, sicherzustellen, dass hinter jeder E-Mail-Adresse eine echte Person steht.

Email verification API mockup

Nutzen Sie die E-Mail-Verifizierung, um eine Liste einmalig zu bereinigen, oder wenden Sie diese fortlaufend an – auch bei Ihren E-Mail-Anmeldeformularen. In jedem Fall ist es eine enorme Zeitersparnis und sorgt dafür, dass keine weiteren menschlichen Fehler Ihre Liste beschädigen.

Die einmalige Bereinigung Ihrer Liste ist sinnvoll, falls Sie gerade eine neue Liste übernommen haben oder eine Menge an E-Mail-Adressen besitzen, bei denen Sie sich unsicher sind, und diese ständig in Ihren Bounce-Berichten auftauchen.

Eine weitere Best Practice zur Vermeidung von Spamfallen besteht darin, eine Sperrliste zu verwenden. Dabei handelt es sich einfach um eine Sammlung von Kontakten, die von jeder durch Ihre Marke erstellten Liste ferngehalten werden sollen. Eine Sperrliste enthält Adressen, an die Sie nicht senden möchten. Dazu könnten Hard Bounces, abgemeldete Personen und solche, die eine Spam-Beschwerde eingereicht haben, gehören.

Die Bedeutung der Bereinigung von E-Mail-Listen

Das alles ergibt bis hierhin vermutlich Sinn. Spamfallen fangen die Kriminellen. Tun Sie also nicht dasselbe. Meiden Sie gekaufte E-Mail-Listen wie die Pest. Achten Sie dann darauf, Ihre legitime E-Mail-Liste zu pflegen, und Sie sollten auf der sicheren Seite sein, oder?

Nun ja, vielleicht. Bedenken Sie jedoch das Ausmaß des Problems. Eine Liste sauber zu halten, ist eine fortlaufende Aufgabe. Personen werden immer Tippfehler machen und zu anderen E-Mail-Adressen wechseln. Die Listenbereinigung ist keine einmalige Angelegenheit. Sie muss regelmäßig durchgeführt werden.

Je umfangreicher Ihre E-Mail-Listen, desto entmutigender wird die Aufgabe. Wer möchte schon unzählige Stunden damit verbringen, Hunderte von E-Mail-Adressen auf einmal zu durchsuchen?

Das ist sogar noch abschreckender, falls Sie den Job gerade erst angetreten und ein komplettes Chaos von einer E-Mail-Liste übernommen haben. Sie wissen nicht, woher diese E-Mail-Adressen stammen, aber die Bounce-Rate ist hoch, das Engagement niedrig (vielleicht weil eine schlechte Zustellbarkeit dazu führt, dass Sie nicht im Posteingang landen), und Sie möchten die Situation nicht noch verschlimmern. Automatisierung lautet die Antwort.

Die fortlaufende Nutzung der E-Mail-Verifizierung ist der beste Ansatz, da sie jede einzelne neue E-Mail-Adresse evaluiert, die zu Ihrer Liste hinzugefügt wird. Bei manchen Unternehmen kommen neue Abonnenten aus den verschiedensten Quellen hinzu. Ein Event hier, eine Marketingkampagne dort, eine Empfehlung aus einer Joint-Venture-Partnerschaft hier, eine übereifrige Praktikumskraft dort, und zack – Sie haben es mit Unmengen an neuen, unverifizierten E-Mail-Adressen zu tun.

Die E-Mail-Verifizierung stellt sicher, dass ALLE neuen E-Mail-Adressen echt sind. Zudem fängt sie bestehende ab, falls sie obsolet werden, sodass Sie vermeiden, E-Mails an eine potenziell recycelte Spamfalle zu senden.