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So führen Sie ein umfassendes E-Mail-Zustellbarkeits-Audit durch

Erfahren Sie, wie Sie die E-Mail-Zustellbarkeit mit einem umfassenden Audit Ihrer Reputation, Infrastruktur und Kampagneninhalte überprüfen. Verbessern Sie Ihre Zustellbarkeitsraten.
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Meistens beginnt es mit einem leisen Verdacht, dass etwas mit der E-Mail-Zustellbarkeit nicht stimmt. Möglicherweise ist Ihre Hard-Bounce-Rate höher als gewöhnlich oder das Engagement sinkt unerwartet.  Vielleicht teilt Ihnen ein Kunde oder Kollege mit, dass Ihre Nachrichten im Spam landen.

Wie dem auch sei, Sie müssen die Probleme genau identifizieren und so schnell wie möglich beheben. Sie müssen festlegen, wie Sie ein Audit der E-Mail-Zustellbarkeit durchführen. Und falls Sie dabei ein wenig Unterstützung benötigen, sind wir für Sie da. Denn wir wissen, dass Zustellbarkeit wichtig ist … sogar sehr wichtig.

E-Mail ist ein entscheidender Kommunikations- und Marketingkanal. Wenn Nachrichten nicht in den Posteingängen Ihrer Abonnenten landen, ist das nicht nur Zeit- und Arbeitsverschwendung, sondern kann auch dem Unternehmen schaden. Das gilt insbesondere für wichtige Transaktions-E-Mails , die Kunden benötigen.

Ein E-Mail-Zustellbarkeits-Audit hilft Ihnen dabei, das Rätsel zu lösen und Ihre Nachrichten dorthin zu bringen, wo sie hingehören: in den Posteingang. Setzen Sie also Ihren Sherlock-Holmes-Hut auf, und wir sehen uns genauer an, was alles dazugehört.

Was ist ein E-Mail-Zustellbarkeits-Audit?

Bei der Durchführung eines E-Mail-Zustellbarkeits-Audits besteht das Ziel darin, alle Elemente zu analysieren, die sich auf die Zustellbarkeit auswirken. Das Audit misst die Zustellbarkeitsraten, stellt fest, wo E-Mail-Nachrichten zugestellt werden, und untersucht die Faktoren, die diese Raten beeinträchtigen könnten.

Zu diesen Faktoren gehören:

  • Probleme mit der E-Mail-Infrastruktur
  • fehlgeschlagene E-Mail-Authentifizierung
  • schlechte Absenderreputation
  • Landen auf einer E-Mail-Blockliste
  • ungeeignete Methoden zur Kontaktgewinnung
  • Spam-Signale im E-Mail-Inhalt

Ein umfassendes Audit der E-Mail-Zustellbarkeit befasst sich eingehend mit jedem dieser Aspekte. Führen Sie zuvor jedoch einige Tests durch, um größere Probleme schnell zu erkennen.

Testen der E-Mail-Zustellbarkeit

Vor Beginn des Audits gibt es manuelle Überprüfungen und Tools, mit denen Sie einen E-Mail-Zustellbarkeitstest durchführen und wichtige, umfassende Erkenntnisse gewinnen. Betrachten Sie diese ersten Tests als Abkürzungen, die Ihnen zeigen, worauf Sie sich bei Ihrer Untersuchung am ehesten konzentrieren müssen.

Anne Angele von Marketo schlägt vor, eine E-Mail an sich selbst zu senden, um zu sehen, wo die Nachricht landet. Sie empfiehlt die Verwendung einer Gmail-Adresse, da deren Spamfilter bekanntermaßen streng sind. Klicken Sie in Gmail außerdem auf „Original anzeigen“, um schnell herauszufinden, ob die SPF-, DKIM- und DMARC-Authentifizierung bestanden wurde.

E-Mail-Kopfzeile: Vom Mailjet-Kundenservice, Betreff: Mailjet - Neue Passwortbestätigung, SPF, DKIM und DMARC: PASS

Führen Sie einen E-Mail-Zustellbarkeitstest mit Bildern und Links sowie einer einfachen reinen Text-E-Mail durch. Wenn die reine Text-E-Mail im Spam landet, liegt wahrscheinlich ein Problem mit der Absenderreputation vor und Sie stehen möglicherweise auf einer Blockliste.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kostenloser und kostenpflichtiger Tools, mit denen Sie Probleme bei der Zustellbarkeit testen:

  • Posteingangsplatzierung von Sinch Mailgun prognostiziert die Zustellbarkeit, sodass Sie mögliche Probleme beheben können. Kunden von Mailgun erhalten außerdem monatliche Berichte und Zugriff auf ein Dashboard für Zustellbarkeitsberichte, das Ihnen dabei hilft, Daten für das Audit zu finden und alles zu überwachen.
  • Zustellbarkeitsfunktionen von Sinch Email on Acid prüfen, ob Ihre IP-Adresse auf Blocklisten steht, und führen Pass/Fail-Tests für wichtige Spamfilter durch.
  • MXToolbox ist ein beliebter Dienst in der E-Mail-Community. Er bietet einige praktische, kostenlose Funktionen, darunter eine Blocklistenprüfung und eine Übersicht über den Zustand der E-Mail.
  • Mail-Tester.com ist ein kostenloses Tool, mit dem Sie „die Spam-Wahrscheinlichkeit Ihrer E-Mail testen“ können.
Bericht zur E-Mail-Zustellbarkeit für 'test' mit einer Punktzahl von 9/10. Listet bestandene Prüfungen und eine Warnung wegen der Erfassung auf 2 Blacklists auf
Beispielergebnisse von Mail-Tester.com

Die Tests, die Sie mit solchen Tools durchführen, bilden die Grundlage für Ihre nächsten Schritte beim Audit. Beispielsweise sollte der Absender im obigen Test untersuchen, wer ihn auf die Blockliste gesetzt hat, und Schritte unternehmen, um wieder davon entfernt zu werden.

So sammeln Sie Informationen für ein E-Mail-Zustellbarkeits-Audit

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die E-Mail-Zustellbarkeit. Selbst wenn Sie eine genaue Vorstellung davon haben, was die Zustellungsfehler verursacht, kann ein Audit weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Zustellbarkeit aufzeigen.

Die folgenden Faktoren stellen einige grundlegende Möglichkeiten dar, die E-Mail-Zustellbarkeit während Ihres Audits zu überprüfen:

  • E-Mail-Zustellraten: Der Prozentsatz der E-Mails, die in Postfächer zugestellt werden.
  • E-Mail-Infrastruktur: Das System, das E-Mails zustellt, einschließlich Hardware, Software und anderer Komponenten.
  • E-Mail-Authentifizierungsprotokolle: Die DNS-TXT-Einträge, mit denen die Identität eines seriösen Absenders verifiziert wird.
  • Absenderreputation: Wie E-Mail-Anbieter Ihre IP- und Domain-Reputation bewerten.
  • Listenpflege und -aufbau: Wie sauber ist Ihre Kontaktliste? Werden E-Mail-Adressen verifiziert?
  • E-Mail-Inhalt: Eine Auswertung einzelner E-Mails auf mögliche Spam-Signale, hohe Bounce-Raten und Spam-Beschwerden.

Schritt 1: E-Mail-Zustellraten prüfen

Ein guter erster Schritt bei der Erstellung eines E-Mail-Zustellbarkeits-Audits besteht darin, Ihre allgemeine E-Mail-Zustellrate zu überprüfen. Es ist wichtig zu beachten, dass Zustellraten und E-Mail-Zustellbarkeit zwar zusammenhängen, aber nicht gleichbedeutend sind.

Die Zustellrate misst den Prozentsatz der E-Mails, die in den Postfächern der Zielgruppe ankommen. Zustellbarkeit bezieht sich jedoch auch darauf, wo diese letztendlich landen. Jede E-Mail, die keinen Bounce verursacht, gilt als „zugestellt“. Sie könnte jedoch im Spam landen oder aufgrund eines Authentifizierungsfehlers abgelehnt werden.

So prüfen Sie Ihre E-Mail-Zustellrate

Diese Informationen sollten Sie problemlos den Analysen und Berichten Ihres E-Mail-Service-Providers (ESP) entnehmen können.

Die durchschnittliche Zustellrate aller Versendenden liegt bei etwa 85 %. Aber um ehrlich zu sein … das ist absolut keine gute Zustellrate. Beim Versand sollte eine Zustellrate von 95 % oder höher angestrebt werden. Die Nutzerschaft von Mailgun verzeichnet eine durchschnittliche Zustellrate von 97,4 %.

Diese Daten eignen sich gut als erste „Fiebermessung“ für die E-Mail-Zustellbarkeit. Im weiteren Verlauf können Sie dann tiefer ins Detail gehen. Wenn Ihre Transaktions-E-Mails und kommerziellen Marketing-E-Mails über unterschiedliche IPs versendet werden, haben sie auch unterschiedliche Zustellraten. Wenn Sie Mailgun nutzen, profitieren Sie von der Posteingangsplatzierung, um mehr darüber zu erfahren, wo E-Mails tatsächlich landen. Das ist für ein Audit der E-Mail-Zustellbarkeit äußerst hilfreich.

„Beim Versand sollte eine Zustellrate von 95 % oder höher angestrebt werden. Wer Mailgun nutzt, erzielt eine durchschnittliche Zustellrate von 97,4 %.

Schritt 2: E-Mail-Infrastruktur untersuchen

Ihr nächster Schritt wird deutlich technischer. Sie überprüfen die Einrichtung Ihrer E-Mail-Infrastruktur und stellen fest, ob Sie die besten Optionen für eine optimale Zustellbarkeit nutzen.

Die E-Mail-Infrastruktur umfasst die kombinierten Systeme (Hardware und Software), mit denen Sie E-Mails senden und empfangen. Dazu gehören Postausgangs- und Posteingangsserver, Absenderdomains, IP-Adressen, SMTP-Ports sowie Mail Transfer Agents (MTAs) und mehr.

Das Hauptziel bei der Überprüfung der E-Mail-Infrastruktur auf Zustellbarkeit besteht darin, festzustellen, ob Sie das richtige Setup für Ihren Versand verwenden. Da dies das Fundament Ihres E-Mail-Programms ist, müssen Sie sicherstellen, dass die E-Mail-Infrastruktur intakt und zuverlässig ist. Im Folgenden finden Sie einige wichtige Infrastrukturkomponenten, die während des Audits untersucht werden sollten.

Diagramm, das die E-Mail-Verteilung an interne Systeme, Endnutzergeräte, E-Mail-Infrastruktur und mehrere Empfänger zeigt

SMTP-Ports

Das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) ermöglicht es Ihnen, E-Mails von einem Server an einen anderen zu senden. Daher besteht kein Zweifel daran, dass sich die Art und Weise, wie Sie SMTP verwenden, auf die Zustellbarkeit auswirkt. SMTP-Server kommunizieren mit empfangenden E-Mail-Servern (IMAP und POP3), aber für einen auf Zustellbarkeit bedachten Versand liegt nur SMTP in Ihrer Kontrolle.

Es gibt eine Vielzahl von SMTP-Ports , die für ausgehende E-Mails verwendet werden können. Zwei der am häufigsten verwendeten sind Port 25 und Port 587. 

Port 25 gibt es fast so lange wie SMTP, und es werden viele E-Mails darüber versendet, jedoch auch viel Spam. Er wurde sogar schon als Spam-Autobahn. Port 25 ist immer noch die primäre Methode für SMTP-Relays. Wenn Sie jedoch nicht Ihre eigenen E-Mail-Server verwalten, raten wir von der Nutzung ab. Viele Internet Service Provider (ISPs) blockieren Port 25.

Mailgun empfiehlt dringend die Verwendung von Port 587 in Verbindung mit TLS-Verschlüsselung, um eine sichere Übermittlung von E-Mails zu gewährleisten. Es gibt jedoch Fälle, in denen für den Versand möglicherweise ein anderer Port erforderlich ist. Mailgun verwendet mehrere verschiedene SMTP-Ports für das Messaging. Welcher SMTP-Port am besten zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von Ihrem spezifischen Messaging, Ihrer Zielgruppe und Ihren Zielen ab.

Der häufigste Grund für SMTP-Fehler ist eine falsche Konfiguration ausgehender E-Mails. Dies kann zu Problemen führen, beispielsweise dass eine automatisierte E-Mail zum Zurücksetzen des Passworts nie ankommt. Bei Problemen mit der Zustellung sollten Sie also die Konfiguration bei Ihrem E-Mail-Anbieter überprüfen.

IP-Adressen

IP-Adressen können geteilt oder dediziert sein. Beim Versand über eine geteilte IP-Adresse könnte die Reputation anderer Marken Ihrer Zustellbarkeit schaden. Wenn Sie jedoch über eine dedizierte IP-Adresse versenden, liegen Probleme mit der E-Mail-Zustellbarkeit ganz in Ihrer Verantwortung.

Wenn sich unseriöse Parteien auf Ihrer geteilten IP-Adresse befinden, könnte der Wechsel zu einer dedizierten IP-Adresse die E-Mail-Zustellbarkeit definitiv verbessern. Eine dedizierte IP-Adresse ist am nützlichsten, wenn Sie ein hohes Versandvolumen haben. Ein vertrauenswürdiger ESP sorgt jedoch dafür, dass geteilte IP-Adressen frei von Spammern sind. Mailgun überwacht seine geteilten IP-Adressen aktiv und hält böswillige Akteure von der Plattform fern.

Ihre IP-Reputation ist der wichtigste Faktor für die E-Mail-Zustellbarkeit. Dieser wird bei der Überprüfung der Absenderreputation während des Audits genauer betrachtet.

Ein damit verbundener Zustellbarkeitsfaktor beim Versand mit dedizierten IP-Adressen ist das IP-Warm-up. Wenn zu schnell zu viele E-Mails von einer neuen IP-Adresse gesendet werden, können E-Mail-Anbieter misstrauisch werden. Eine IP-Warm-up-Strategie erhöht Volumen und Häufigkeit im Laufe der Zeit schrittweise, um die Zustellbarkeit sicherzustellen. Denken Sie jedoch daran, dass es einen Monat oder länger dauern kann, bis Sie sich bei E-Mail-Anbietern eine gute Reputation aufgebaut haben.

Absenderdomains

Viele Parteien mit hohem Versandvolumen nutzen für ausgehende E-Mails andere Domainnamen (oder Subdomains) als die Hauptdomain, die für das Webhosting verwendet wird. Sie können noch einen Schritt weiter gehen und Marketing-E-Mails von einer Subdomain versenden, während Transaktions-E-Mails von einer anderen stammen.

Die Isolierung von Domains kann die Verwaltung der Domain-Reputation erleichtern, die ein weiterer wichtiger Teil Ihrer Absenderreputation ist. Das könnte also in etwa so aussehen:

  • Haupt-Website-Domain: example.com
  • Subdomain für Transaktions-E-Mails: mail.example.com
  • Subdomain für Marketing-E-Mails: marketing.example.com

Das ist hilfreich, weil Subdomains eine separate Reputation aufweisen , die unabhängig von der Root-Domain ist. Wenn Ihre Abonnentenschaft also aus irgendeinem Grund anfängt, Marketing-E-Mails als Spam zu markieren, hat dies keine Auswirkungen auf die Zustellbarkeit wichtiger Transaktions-E-Mails, die Ihre Kundschaft benötigt.

So prüfen Sie die E-Mail-Infrastruktur

Wenn Sie während des Audits die Systeme und Protokolle überprüfen, die Sie zum Versenden von E-Mails verwenden, sollten Sie diese grundlegenden Fragen zur Infrastruktur stellen:

  • Sind unsere E-Mail-Server sicher und zuverlässig?
  • Verwenden wir den besten SMTP-Port für unsere Zwecke?
  • Würde eine E-Mail-API uns dabei helfen, E-Mails nahtlos zu integrieren?
  • Sollten wir eine geteilte oder dedizierte IP-Adresse verwenden?
  • War oder ist ein Warm-up für neue IP-Adressen und Domains erforderlich?
  • Könnten separate Domains/Subdomains die Bemühungen zur Zustellbarkeit verbessern?

Hier sind einige Online-Tools zum Testen und Bewerten der E-Mail-Infrastruktur:

Mailgun bietet zudem eine Vielzahl von Lösungen zur Verwaltung und Überwachung der E-Mail-Infrastruktur. Dazu gehören hochmoderne SMTP-Dienste, automatisiertes IP-Warm-up und Dienste für die E-Mail-Reputation.

Schritt 3: E-Mail-Authentifizierungsprotokolle überprüfen

Die fehlende Einrichtung einer ordnungsgemäßen E-Mail-Authentifizierung kann sich definitiv negativ auf die Zustellbarkeit auswirken. Sicherzustellen, dass die richtige Konfiguration vorhanden ist, sollte bei Ihrem E-Mail-Zustellbarkeits-Audit oberste Priorität haben. Wie bei der Infrastruktur ist dies ein weiteres Thema, das möglicherweise die Unterstützung der IT-Abteilung oder externes Fachwissen erfordert, falls Sie auf technische Hürden stoßen.

Die drei wichtigsten E-Mail-Authentifizierungsprotokolle sind:

  1. Sender Policy Framework (SPF): Gibt an, welche IP-Adressen autorisiert sind, E-Mails von einer Domain zu senden.
  2. DomainKeys Identified Mail (DKIM): Verwendet einen verschlüsselten Schlüssel in der Kopfzeile der E-Mail als digitale Signatur, die einen legitimen Absender identifiziert.
  3. Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance (DMARC): Eine Richtlinie, die auf SPF und DKIM prüft und empfangenden Servern mitteilt, wie mit E-Mails verfahren werden soll, bei denen die Authentifizierung fehlschlägt.

E-Mail-Authentifizierungsprotokolle sind spezifische Einträge auf dem Domain Name Server (DNS) des Absenders. Ein Fehler in diesen Einträgen oder ihr Fehlen kann zu Problemen bei der Zustellbarkeit führen.

Auch wenn Sie nicht zwingend alle drei dieser Protokolle eingerichtet haben müssen, um eine E-Mail erfolgreich zuzustellen, verbessert dies Ihre Chancen auf eine optimale Zustellbarkeit erheblich und unterstützt eine starke Absenderreputation.

So überprüfen Sie die E-Mail-Authentifizierung

Zusätzlich zu der zuvor erwähnten manuellen Überprüfung mit Gmail gibt es eine Vielzahl kostenloser Online-Tools, mit denen Sie detaillierte Berichte zur E-Mail-Authentifizierung erstellen können. Viele davon sind DMARC-Test-Tools, da diese Richtlinie sowohl auf SPF- als auch auf DKIM-Authentifizierung prüft.

Hier sind verschiedene Tools zum Ausprobieren:

E-Mail-Kopfzeile: Vom Mailjet-Kundenservice, Betreff: Mailjet - Neue Passwortbestätigung, SPF, DKIM und DMARC: PASS
Auszug aus den Beispieltestergebnissen von Red Sift

Nach Durchführung dieser Tests können Sie erkennen, ob Authentifizierungsfehler vorliegen. Sie können auch überprüfen, wie streng Ihre DMARC-Richtlinie ist. Wenn die Authentifizierung ordnungsgemäß eingerichtet ist, wird dringend empfohlen, DMARC mindestens auf p=quarantine einzustellen. Dies weist E-Mail-Anbieter an, verdächtige E-Mails vom primären Posteingang fernzuhalten.

Schritt 4: Absenderreputation bewerten

Joan Jett mag sich vielleicht nicht um ihre Absenderreputation scheren, aber Sie sollten das definitiv tun.

Internet Service Provider (ISPs) haben ihre eigenen Ansichten zu E-Mail-Absendern. Alle Versendenden erhalten einen Score. Wenn Ihr Score zu niedrig ausfällt, könnten Ihre E-Mails im Junk-Ordner landen. Schlimmer noch – sie werden abgelehnt und überhaupt nicht zugestellt.

Ihre Absenderreputation basiert auf zwei Hauptbereichen:

  1. IP-Reputation: Ein Indikator dafür, ob die Empfängerschaft E-Mails von einer bestimmten IP-Adresse erhalten möchte oder nicht.
  2. Domain-Reputation: Ein Maß für die Qualität und Integrität einer Domain, die authentifizierte E-Mails versendet.

Auch die Art der von Ihnen gesendeten Inhalte kann die Absenderreputation beeinflussen. Wie Sie sich denken können, schadet der Versand von E-Mails mit Viren oder die Anwendung von Taktiken zur Beschaffung sensibler Informationen Ihrer Reputation. Aber auch wenn Ihre Abonnentenschaft Ihre E-Mails einfach nicht öffnet oder nicht mit ihnen interagiert, kann dies ein Zeichen für qualitativ schlechte Inhalte sein.

Jeder ISP verfügt über einen Algorithmus für sein eigenes Bewertungssystem für die Absenderreputation. So könnte beispielsweise Ihre E-Mail-Zustellbarkeit bei der Zielgruppe von Apple Mail in Ordnung sein, bei Outlook haben Sie jedoch Zustellbarkeitsprobleme, weil Sie dort einen niedrigeren Score erhalten haben. Die Optimierung der IP- und Domain-Reputation sollte bei Zustellbarkeitsproblemen ganz oben auf Ihrer To-do-Liste stehen.

So prüfen und verbessern Sie die Absenderreputation

Es gibt Tools, die einen Score für Ihre Absenderreputation ermitteln, und Dienste, die Ihnen Auskunft darüber geben, wie bestimmte E-Mail-Anbieter Ihren Versand betrachten.

Verwenden Sie die folgenden Ressourcen, um Ihre Absenderreputation zu überprüfen:

Haben Sie mit diesen Tools Probleme mit der Reputation festgestellt? Hier sollten Sie bei Ihren E-Mails nach den Ursachen für eine schlechte Absenderreputation suchen:

  • Übermäßige E-Mail-Versandhäufigkeit/-volumen
  • Hohe Bounce-Raten
  • Hohe Abmelderaten
  • Niedrige Engagement-Metriken
  • Empfängerschaft markiert E-Mails als Spam
  • Senden einer E-Mail an die Spamfallen (auch Honeypots genannt) eines ISPs
  • Landen auf einer Blockliste 

Schritt 5: Kontakte validieren

Eine gute Pflege der E-Mail-Liste ist in etwa so wie die persönliche Hygiene. Vergessen Sie zu duschen, und Ihr Körper beginnt zu riechen. Vergessen Sie, Ihre Kontakte zu bereinigen, und Ihre Zustellbarkeit wird darunter leiden.

Wenn Sie Probleme mit der E-Mail-Zustellbarkeit vermeiden möchten, hilft Ihnen ein zuverlässiger Dienst zur Bereinigung von E-Mail-Listen dabei, inaktive oder ungültige Adressen und Spamfallen zu beseitigen. Es ist eine bewährte Best Practice, Ihre Listen mindestens einmal im Quartal zu bereinigen.

Die Methoden zum Aufbau Ihrer E-Mail-Liste können ebenfalls zu Problemen bei der Zustellbarkeit führen. Es sollte selbstverständlich sein, dass Sie niemals eine Liste mit E-Mails kaufen sollten. Das ist ein todsicherer Weg, um in einer  Spamfalle.

So auditieren Sie Ihre E-Mail-Listen

Sie können die Listenpflege und die Verifizierung von Adressen in Ihr Audit zur E-Mail-Zustellbarkeit einbeziehen, insbesondere wenn Ihre Liste schon länger nicht mehr bereinigt wurde. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Liste mit schlechten Kontakten übersät ist, sollten Sie in Zukunft einen E-Mail-Verifizierungsdienst verwenden.

Stellen Sie ein paar Nachforschungen an, um mehr darüber herauszufinden, wie die Kontakte in Ihrer Datenbank gewonnen wurden. Befolgt Ihr Unternehmen die Best Practices für den Listenaufbau?

Sie sollten ein Opt-in-Formular verwenden, um neue E-Mail-Adressen zu erfassen, und ein Double-Opt-in ist eine noch bessere Idee. Auf diese Weise lässt sich die E-Mail-Adressverifizierung in den Anmeldeprozess integrieren. Stellen Sie abschließend sicher, dass Ihre E-Mails eine einfache Abmeldung ermöglichen. Jede von Ihnen gesendete Nachricht sollte einen Abmeldelink enthalten.

Schritt 6: E-Mail-Inhalt prüfen

Wenn Sie keine nennenswerten Probleme mit Infrastruktur, Authentifizierung, Absenderreputation oder Listenverwaltung haben, liegt das Problem möglicherweise am Inhalt einzelner E-Mail-Kampagnen. Der nächste Schritt bei Ihrem E-Mail-Zustellbarkeits-Audit sollte darin bestehen, diese E-Mails genau unter die Lupe zu nehmen.

E-Mail-Design und -Text könnten sich indirekt auf die Zustellbarkeit auswirken. Das liegt daran, dass die Entscheidung, Ihre Nachrichten als Spam zu melden, allein bei Ihrer Abonnentenschaft liegt. Wenn diese Ihre E-Mail aufgrund der verwendeten Sprache für verdächtig hält oder weil das Design nicht den Erwartungen entspricht, kann dies Warnsignale auslösen. Sehen Sie sich unsere Podcast-Folge Email’s Not Dead  mit Matthew Smith von Really Good Emails für weitere Einblicke in die Auswirkungen des Kampagnendesigns.

So prüfen Sie E-Mail-Inhalte auf Zustellbarkeitsprobleme

Wenn Sie im Rahmen eines E-Mail-Zustellbarkeits-Audits einzelne Kampagnen auswerten, sollten Sie besonders auf diejenigen achten, die tendenziell mehr Spam-Beschwerden, Abmeldungen und ein geringeres Engagement aufweisen. Denken Sie daran, dass einfachere E-Mails tendenziell seltener in Spam-Ordnern landen. Werfen Sie also zunächst einen Blick auf Ihre größten und komplexesten E-Mail-Marketing-Kampagnen.

Dies ist eine weitere ideale Gelegenheit, die Posteingangsplatzierung -Funktion von Mailgun zu nutzen, um zu sehen, ob einzelne E-Mail-Kampagnen häufiger als erwartet im Spam landen.

Bericht zur E-Mail-Kampagne #2: 97,90 % Posteingang, 1,00 % Verpasst, 1,10 % Spam. ID: 8759 4816, Domain: mail.meowgun.com
Beispielergebnisse der Posteingangsplatzierungsstatistiken von Mailgun

Hier sind einige Faktoren im E-Mail-Inhalt, die der Zustellbarkeit schaden können:

  • Senden von reinen Bild-E-Mails oder E-Mails mit zu vielen Bildern.
  • Hinzufügen zu vieler Links in einer E-Mail – streben Sie maximal fünf Links an.
  • Verlinkung auf gefährliche oder unseriöse Websites, einschließlich Websites ohne SSL-Zertifikat.
  • Verwendung von Link-Shortenern, die die Ziel-URL vor der Abonnentenschaft verbergen.
  • Auswahl von E-Mail-Dateigrößen, die zu groß sind – ideal sind weniger als 100 KB.

All diese Faktoren können dazu führen, dass Sie versehentlich wie jemand wirken, der Spam versendet. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie auch andere Arten von Inhalten vermeiden, die denselben Effekt haben könnten.

Verbesserungen bei der E-Mail-Zustellbarkeit vornehmen

Nach Abschluss des E-Mail-Zustellbarkeits-Audits sollten Sie ein klares Bild der Probleme haben, die Sie angehen müssen. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Schritte:

  • Führen Sie E-Mail-Zustellbarkeitstests durch, um offensichtliche Probleme aufzudecken.
  • Ermitteln Sie Ihre allgemeine E-Mail-Zustellrate, die bei etwa 95 % liegen sollte.
  • Überprüfen Sie, wie Ihre E-Mail-Infrastruktur eingerichtet ist, und ziehen Sie mögliche Aktualisierungen oder Verbesserungen in Betracht.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die E-Mail-Authentifizierung bestehen und SPF, DKIM und DMARC richtig konfiguriert haben.
  • Prüfen Sie Ihre Absenderreputation und stellen Sie sicher, dass Sie auf keinen Blocklisten stehen.
  • Führen Sie etwas Listenpflege durch und vergewissern Sie sich, dass E-Mail-Adressen verifiziert werden.
  • Untersuchen Sie den E-Mail-Inhalt auf Dinge, die als verdächtig oder unseriös interpretiert werden könnten.

Nutzen Sie die Ergebnisse Ihres E-Mail-Zustellbarkeits-Audits, um eine Liste mit Maßnahmen und Empfehlungen zusammenzustellen. Priorisieren Sie diese Punkte und delegieren Sie die Verantwortlichkeiten an die richtigen Personen. Beispielsweise könnten Sie mit dem Marketing über eine Änderung der Praktiken zur E-Mail-Gewinnung sprechen. Oder Sie bitten die IT-Abteilung, die DNS-Einträge für die Authentifizierung zu aktualisieren.

Bei einigen Dingen wie der Verbesserung Ihrer Absenderreputation, der Entfernung von einer Blockliste oder der Einrichtung von Authentifizierungsprotokollen kann es eine Weile dauern, bis Sie Ergebnisse sehen. Andere Aspekte wie der Listenaufbau und fragwürdige Inhalte können sofort angegangen werden.

Den passenden Partner für Zustellbarkeit finden

E-Mail-Zustellbarkeit ist komplex. Deshalb beschäftigen viele größere Unternehmen interne Fachleute, die sich hauptberuflich mit der Zustellbarkeit befassen. Wenn sich ein E-Mail-Zustellbarkeits-Audit jedoch überfordernd anfühlt oder die anstehenden Aufgaben zu viel werden, gibt es Hilfe.

Ein Partner wie Sinch Mailgun bietet Tools, die den Audit-Prozess und die laufende Überwachung der Zustellbarkeit erleichtern. Zu unseren Lösungen gehört die Zustellbarkeits-Suite Mailgun Optimize. Wenn Sie sich zudem für unsere Services zur Optimierung der Zustellbarkeitentscheiden, können Sie auf fest zugewiesene Fachleute vertrauen, die Sie bei der Entwicklung einer maßgeschneiderten Strategie unterstützen.