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Reverse-DNS-White-Labeling: Wie es funktioniert
Das Domain Name System (DNS) ist fast so alt wie das Internet selbst, und es ist leicht zu verstehen, warum. Domainnamen wie mailgun.com sind viel einfacher zu merken als Internet-Protokoll-Adressen (IP-Adressen) wie 123.45.67.89.
Könnten Sie sich vorstellen, sich die IP-Adresse jeder Website zu merken, die Sie besuchen? Dafür bräuchte man Superkräfte.
Bei einem DNS-Lookup wird der DNS-Server abgefragt, um die IP-Adresse zu ermitteln. Beim DNS geht es jedoch nicht nur darum, Domainnamen in IP-Adressen zu übersetzen. Wenn wir über DNS sprechen, möchten wir uns ansehen, wie es sich auf die Integrität Ihres E-Mail-Programms auswirkt, sowie auf die Cybersicherheit, wie Ihre Domain- und IP-Reputation. Schließlich lenkt DNS auch den Internetverkehr wie E-Mail sowie SIP-Voice/-Video und ermöglicht die Domain-Verifizierung und -Inhaberschaft. Zudem ermöglicht es Absendern wie Mailgun, Nachrichten im Namen ihrer Kunden zu versenden. Dieser letzte Punkt ist entscheidend.
Angenommen, eine Person im E-Mail-Marketing nutzt einen E-Mail-Service-Provider (ESP) wie Mailgun, um die E-Mail-Marketing-Kampagnen Ihres Unternehmens zu versenden. Wäre es nicht besser, wenn die E-Mail nicht mit „Gesendet von Mailgun.com“ gekennzeichnet wäre? Schließlich geht es bei Marketing-E-Mails vor allem darum, den Wiedererkennungswert Ihrer Marke zu steigern.
Die gute Nachricht: Sie erreichen dies, indem Sie korrekte Reverse-DNS-Einträge (rDNS) einrichten. In diesem Artikel erläutern wir, was rDNS ist, warum es wichtig ist, welche häufigen Fehler auftreten und wie Sie rDNS-Einträge bei Mailgun einrichten.
Was ist Reverse DNS (rDNS)?
Reverse DNS (rDNS) ist das Gegenteil einer regulären DNS-Abfrage. Anstatt den DNS-Server oder DNS-Namen abzufragen, um eine IP-Adresse zu finden, wird bei einem Reverse-DNS-Lookup die angegebene IP-Adresse abgefragt, um den Hostnamen zu ermitteln. Auch wenn es einige Unterschiede zwischen einer IPv4- und einer IPv6-Adresse gibt, bleibt der Vorgang im Allgemeinen gleich.
Mit anderen Worten: Reverse DNS funktioniert, indem die IP-Adresse des versendenden E-Mail-Servers in ihren Hostnamen aufgelöst wird, z. B. example.com. Dadurch stellt das rDNS fest, dass die IP-Adresse mit einem authentischen Domainnamen verbunden ist. Das ist wichtig: Wenn Ihr Marketingteam einen ESP wie Mailgun nutzt, können Sie rDNS-Einträge einrichten, um Ihr Unternehmen als Absender anzuzeigen, statt „Gesendet von Mailgun.com“. So signalisiert beispielsweise ein rDNS-Eintrag wie m123-456.yourwebdomain.com den E-Mail-Anbietern (ISPs), dass Sie der Absender sind.
Wir haben bereits ein ähnliches Thema behandelt, nämlich das Maskieren des CNAME von mailgun.org in Ihrem DNS, aber hier geht es um etwas anderes. In diesem Fall sprechen wir ausschließlich über das rDNS Ihrer dedizierten IP-Adresse für den Versand.
Warum ist rDNS wichtig?
Wir haben bereits besprochen, wie rDNS Ihr E-Mail-Programm verbessern kann, indem es Ihr Unternehmen bei ISPs als Absender ausweist. Sehen wir uns nun genauer an, warum das so wichtig ist:
- E-Mail-Server könnten eingehende Nachrichten von jeder IP-Adresse ablehnen, die über kein rDNS verfügt. Dies soll Spammer abschrecken. Wie Sie sich vorstellen können, wird dies Ihre Zustellbarkeit beeinträchtigen , wenn Sie im Spamfilter landen.
- Mit rDNS können Sie den Wiedererkennungswert Ihrer Marke stärken. Anstatt dass eine E-Mail den Hinweis „Gesendet von (Ihrem ESP)“ enthält, scheinen Ihre Nachrichten direkt von Ihnen zu kommen.
- Abseits von E-Mails können Sie den rDNS-Lookup nutzen, um das Publikum auf Ihrer Website zu tracken.
Was sind häufige rDNS-Fehler?
Bevor wir uns der Einrichtung von rDNS-Einträgen widmen, werfen wir einen Blick auf einige häufige rDNS-Fehler. Dabei konzentrieren wir uns auf Folgendes:
- Den Pointer-Record (PTR-Eintrag)
- Der zurückgegebene Hostname verweist auf eine andere IP-Adresse als der ursprüngliche Hostname
Was bedeutet das alles? Gehen wir im Folgenden auf jeden dieser Punkte ein.
Was ist ein Pointer-Record (PTR-Eintrag)?
Ein PTR-Eintrag ist Teil eines Informationspakets (A, MX, CNAME usw.), das an Ihre IP-Adresse gebunden und bei Ihrem Hosting-Anbieter gespeichert ist. Ihr Server nutzt den PTR-Eintrag, um zu überprüfen, ob der versendende E-Mail-Server mit der IP-Adresse übereinstimmt, von der die Nachricht angeblich stammt. Kurz gesagt: Ein PTR-Eintrag ermöglicht einen rDNS-Lookup.
Überprüfen Sie, ob Ihr PTR-Eintrag korrekt eingerichtet ist und einen Hostnamen für die abgefragte IP-Adresse zurückgibt.
Warum muss der Hostname korrekt der IP-Adresse zugeordnet sein?
Der abgefragte Hostname muss wieder auf dieselbe IP-Adresse auflösen. Ziel ist es, dass die IP-Adresse auf den Hostnamen zeigt und der Hostname auf die IP-Adresse verweist. Es passiert leicht, den zweiten Teil falsch umzusetzen, was dazu führt, dass der rDNS-Lookup fehlschlägt.
Angenommen, Ihre IP lautet 8.8.8.8 und Sie haben den PTR-Eintrag so konfiguriert, dass er mail.yourwebsite.com zurückgibt. Wenn Sie jedoch rDNS verwenden, um mail.yourwebsite.com nachzuschlagen, wird die IP-Adresse 9.9.9.9 anstelle von 8.8.8.8 zurückgegeben. Oder noch schlimmer: Der Hostname löst überhaupt nicht auf.
Um das Problem zu beheben, müssen Sie sicherstellen, dass mail.yourwebsite.com auf 8.8.8.8 auflöst.
Kann ich rDNS-Einträge bei Mailgun einrichten?
Bei Mailgun stellen wir dedizierte IP-Adressen für den Versand bereit, die ausschließlich für ausgehende E-Mails zugewiesen sind. Diese IP-Adressen werden rückwärts in Hostnamen einer uns gehörenden Domain aufgelöst. Zudem können wir rDNS-Einträge für Ihre dedizierten IP-Adressen einrichten, sodass es so aussieht, als würden Sie direkt selbst versenden – und nicht über Mailgun.
Moment, wirklich? Ja, wir erstellen benutzerdefinierte PTR-Einträge für Sie, damit der rDNS-Eintrag einer verbindenden IP die Nachricht repräsentiert.
Das bedeutet, dass der gesamte Versandvorgang genau wie immer abläuft. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Nachricht so aussieht, als käme sie direkt von Ihnen und nicht über einen Dienst wie Mailgun.
Bereit, loszulegen? Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie das funktioniert.
Wie richte ich rDNS bei Mailgun ein?
Bevor wir einsteigen, bedenken Sie, dass dies mit geteilten IP-Adressen nicht möglich ist , da rDNS nur für einen Hostnamen auflösen kann. Wenn Sie jedoch eine dedizierte IP-Adresse verwenden, verleiht dies Ihren Nachrichten einen professionelleren Anstrich. Zudem schadet es auch bei E-Mail-Anbietern nicht, sofern Sie eine gute Reputation vorweisen.
Befolgen Sie die folgenden Schritte zur Einrichtung:
- Kontaktieren Sie Mailgun, und wir stellen Ihnen einen „A-Record“ zur Verfügung.
- Tragen Sie diesen „A-Record“ in die Zonendatei bei Ihrem Hosting-Anbieter ein. Ein „A-Record“ sieht in etwa so aus:
A, mail.customer.com, 123.45.67.89 - Reichen Sie ein Ticket bei unserem Support-Team ein, und wir aktualisieren den PTR-Eintrag auf unserer Seite entsprechend dem von Ihnen verwendeten Hostnamen.
Zusammenfassung
Richten Sie noch heute Ihren rDNS-Eintrag bei Mailgun ein und starten Sie mit dem Versand. Möchten Sie weitere Möglichkeiten kennenlernen, um Ihr E-Mail-Programm aufs nächste Level zu heben? Lesen Sie unsere Tipps für E-Mail-Automatisierung. Oder interessieren Sie sich dafür, Ihren E-Mail-Prozess sicherer zu machen? Erfahren Sie, wie Sie Schwachstellen im E-Mail-Gateway schließen.