Deliverability
Zustellbarkeit für Entwicklungsteams: Einblicke von Sinch Product Leader Josh Odom
E-Mail-Zustellbarkeit ist nicht nur eine Aufgabe für das Marketing, und das Produkt, die Protokolle und die Funktionen, die sie beeinflussen, ändern sich ständig. Worauf kommt es also für das Entwicklungsteam an? Welche Aspekte der Zustellbarkeit liegen in seiner Hand?
Zunächst einmal müssen Sie wissen, dass Zustellbarkeit von der Performance abhängt. Davon ausgehend, wie optimiert Ihre Versand-Infrastruktur ist, bis hin zur Programmierung Ihrer Nachrichten gibt es viele Faktoren, die unabhängig von den Authentifizierungen und Best Practices der Marketingteams sind.
Aber bevor wir ins Detail gehen, fangen wir mit den Grundlagen an. Was ist Zustellbarkeit?
Die Bedeutung der Zustellbarkeit verstehen
Kurz gesagt, Zustellbarkeit ist der E-Mail-Jargon dafür, dass Ihre Nachricht im Posteingang landet.
Darüber hinaus geht es bei der Zustellbarkeit jedoch vor allem um die Steigerung des Engagements und des E-Mail-ROI. Wir wissen, dass der ROI vielleicht nicht das wichtigste Anliegen für alle Entwicklerinnen und Entwickler ist, aber Zustellbarkeit ist mehr als nur eine finanzielle Frage, Zustellbarkeit ist ein Resultat der Performance. Und wir sprechen nicht von Marketing-Metriken wie Bounce-Raten, sondern von Infrastruktur-Effizienz, Dateigrößen, Caching-Mechanismen, plattformübergreifender Kompatibilität und responsivem Design.
Bei der Zustellbarkeit geht es nicht nur darum, ob Ihre E-Mail im Posteingang landet, sondern auch, in welchem Zustand sie ankommt.
Hier ist ein Beispiel aus der Perspektive der E-Mail-Entwicklung: Die Mehrheit der E-Mail-Clients bietet keinen Support für viele Dinge, die mit HTML gemacht werden könnten. Zusätzlich zu den Best Practices des Marketings für die Zustellbarkeit müssen Sie bei der Entwicklung Ihrer E-Mails also pragmatisch vorgehen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Nachrichten außerhalb Ihrer lokalen Umgebung mit einem E-Mail-Vorschau-Tool testen, um die Kompatibilität über verschiedene Betriebssysteme und Geräte hinweg sicherzustellen.
Wie Zustellbarkeit und Entwicklung zusammenhängen
Ihre Zustellbarkeit wird zunächst durch eine schwierige Entscheidung beeinflusst: Sollten Sie eigene lokale E-Mail-Server und Mail-Transfer-Agents betreiben, die Sie selbst verwalten, oder sollten Sie diese an eine cloudbasierte Lösung auslagern?
In der Debatte On-Premises vs. Cloud ist ein alter Hut, aber wenn Sie sich für die cloudbasierte Lösung entschieden haben, willkommen – Sie befinden sich in bester Gesellschaft der meisten modernen versendenden Unternehmen.
Die Tools, die Sie in Ihr E-Mail-Programm implementieren, beeinflussen Ihre Performance ausgehend von dieser On-Premises-/Cloud-Entscheidung noch weiter. Wenn es um E-Mails geht, reicht die Entwicklung weit über die Coding-Sprache hinaus, die für das Design der eigentlichen E-Mails verwendet wird. Es sind die Infrastruktur-Fachleute, die die Performance in großem Maßstab optimieren, und ihre Rolle ist entscheidend für eine starke E-Mail-Zustellbarkeit.
Hier sind einige Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten:
Den richtigen Tech-Stack wählen
Ihr Tech-Stack besteht aus Ihren Tools. Für die E-Mail-Zustellbarkeit bedeutet dies Tools für E-Mail-Verifizierung, Inbox-Placement-Tests, E-Mail-Vorschau, Reputationsüberwachung, Zustellraten-Überwachung sowie Überwachungsfunktionen wie Blocklisten-Überwachung, Spam-Checks und IP-/Domain-Gesundheit.
Vor- und Nachteile verschiedener Technologien abwägen
Synergien sind wichtig, wenn Sie überlegen, wie Sie Ihr Toolset zusammenstellen. Es gibt viele absenderunabhängige Tools auf dem Markt – das bedeutet, Sie können mit einer Plattform für die Verifizierung und mit einer anderen für das IP-Monitoring zusammenarbeiten. Es gibt jedoch auch ganzheitliche Plattformen mit integrierten Schnittstellen für eine ganze Produkt-Suite.
Skalierbarkeit und zukünftiges Wachstum berücksichtigen
Wählen Sie eine Plattform oder bauen Sie Ihre On-Premises-Infrastruktur mit Blick auf Wachstum auf. Ein Vorteil von cloudbasierten Lösungen ist, dass viele auf Skalierbarkeit ausgelegt sind, um veränderten Versandanforderungen gerecht zu werden.
Automatisierung integrieren
Unabhängig von Ihrem Toolset sollte die Automatisierung im Mittelpunkt Ihrer Strategie stehen. Dies kann für Ihre Versandstrategie gelten, beispielsweise bei Transaktions-E-Mails, die durch eine Kundenaktion getriggert werden (denken Sie an das Zurücksetzen von Passwörtern, Versandbestätigungen usw.).
Sie sollten auch Automatisierungen in Betracht ziehen, die Mailinglisten segmentieren , und zwar basierend auf der Nutzerinteraktion – eine Schlüsselkomponente, um die E-Mail-Zustellbarkeit unter Kontrolle zu behalten.
Wie Entwicklungsteams die Zustellbarkeit verbessern
Wir haben einige der wichtigsten Punkte behandelt, wie technische Fachleute die Zustellbarkeit beeinflussen können. Nun geben wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand, um die Zustellbarkeit durch die Verbesserung nur eines Elements zu erhöhen: Geschwindigkeit.
Ladezeiten und Performance optimieren
Geschwindigkeit ist alles. Schnelle Ladezeiten sind für Nachrichten entscheidend, da die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Nutzenden bei etwa drei Sekunden liegt. Das ist weniger Zeit als bei der Fünf-Sekunden-Regel für Essen auf dem Boden.
Obwohl sich diese Statistik speziell auf die Ladezeit von Websites bezieht, können Sie sicher sein, dass es im Posteingang nicht anders ist – es ist nur etwas schwieriger nachzuverfolgen, wenn Nutzer eine Nachricht wegklicken. Und genau das ist der blinde Fleck bei E-Mails: Engagement-Metriken können Ihnen viel verraten, aber eben nicht alles.
Hier sind zwei Dinge, die E-Mail-Entwicklungsteams tun können, um die Ladezeiten zu verbessern und ihren Code sowie die Performance zu testen, bevor sie eine E-Mail versenden.
- Dateigrößen minimieren, Bilder optimieren und Prinzipien des responsiven Designs anwenden.
- Plattformübergreifende Kompatibilität sicherstellen durch E-Mail-Vorschau-Tests
Zukünftige Trends und aufstrebende Technologien
Die Algorithmen sind komplex und entwickeln sich ständig weiter. Und bei E-Mails wissen Sie nicht, was Sie nicht wissen. Ohne Röntgenblick in das Innenleben der E-Mail-Anbieter bleiben die Filter, Protokolle und Standards, um in verschiedene Posteingänge zu gelangen, bis zu einem gewissen Grad ein Geheimnis.
Aber das bedeutet nicht, dass Ihr E-Mail-Programm schutzlos ist. Die beste Verteidigung besteht vielmehr darin, anpassungsfähig zu sein. Deshalb ist es so wichtig, auf die Optimierung Ihrer Performance und Ihrer HTML-Praktiken zu achten.
Und das ist nicht der einzige Bereich, in dem Anpassungen erforderlich sind. Die Kommunikation wandelt sich ständig, und Unternehmen müssen mit den Trends Schritt halten, um relevant zu bleiben – nicht nur bei E-Mails, sondern bei Omnichannel-Erlebnissen im Allgemeinen.
Wir wissen, dass Technologien wie KI und Chatbots in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Nutzererlebnissen und Engagement spielen werden – ein weiterer Grund, bei der Auswahl von Plattformen und Tools sowie beim Aufbau Ihrer Infrastruktur sehr zielgerichtet vorzugehen.
Zusammenfassung
E-Mail ist nicht statisch, und es ist entscheidend, bei den neuesten Trends und Technologien auf dem Laufenden zu bleiben. Suchen Sie also gezielt nach Möglichkeiten, Ihr Wissen und Ihre Skills zu erweitern, sei es durch Kurse, Erfahrungswerte oder hilfreiche Inhalte *zwinker*.
Falls die Zustellbarkeit beim Aufbau Ihrer Infrastruktur oder dem Coding Ihrer E-Mails noch keine Rolle spielt, hat Sie dieser Beitrag hoffentlich davon überzeugt, zumindest darüber nachzudenken.
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