Webinar-Zusammenfassung: Was der European Accessibility Act für E-Mails bedeutet
Ab dem 28. Juni 2025 schreibt der European Accessibility Act (EAA) vor, dass digitale Dienste, einschließlich E-Mails, für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich sein müssen. Um Teams bei der Vorbereitung zu unterstützen, haben Mailgun und Mailjet ein Webinar veranstaltet, in dem erläutert wurde, was der EAA ist, wen er betrifft und wie E-Mail-Marketing-Teams und die Entwicklung Compliance umsetzen können.
Unserem fantastischen Moderator Thomas „T-Bird“ Knierien schlossen sich Natalie Hays, Senior Product Marketing Manager bei Sinch Mailgun, Megan Boshuyzen, Senior Email Developer für Sinch Mailgun und Mailjet, sowie Marion Deveaux, Senior Manager of Engineering bei Sinch Mailjet, an, um über den EAA zu diskutieren. Die Nachricht ist eindeutig: Barrierefreiheit ist kein Randthema. Sie ist ein wichtiger Aspekt beim Erstellen besserer, intelligenterer E-Mails für alle.
Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.
Was ist der European Accessibility Act (EAA)?
Der EAA ist eine 2019 verabschiedete EU-weite Richtlinie. Er tritt am 28. Juni 2025 offiziell in Kraft und legt eine Grundlage für die digitale Barrierefreiheit in einer Vielzahl von Branchen und Technologien fest, einschließlich E-Mail.
„Der European Accessibility Act oder EAA tritt Ende dieses Monats, am 28. Juni 2025, in Kraft. Also keine Panik.“
Obwohl der EAA für die EU ausgearbeitet wurde, funktioniert er ähnlich wie die DSGVO und andere Compliance-Gesetze. Das bedeutet, dass er jedes Unternehmen betrifft, das Kunden oder Nutzer in der EU bedient. Ziel ist es sicherzustellen, dass die digitale Kommunikation für Menschen mit Seh-, Hör-, kognitiven oder motorischen Behinderungen nutzbar ist.
Warum dies wichtig ist: Nicht nur für Compliance, sondern auch für die menschliche Verbindung
Barrierefreiheit umzusetzen, weil sie vorgeschrieben ist, ist etwas, das wir bewältigen müssen. Wir sollten es jedoch ohnehin tun, weil wir gute Menschen sind, aber auch, weil wir durch mangelnde Barrierefreiheit ganze Zielgruppen und Gemeinschaften isolieren und ausschließen.
Ein großer Teil Ihrer Zielgruppe ist von fehlender Barrierefreiheit betroffen
Barrierefreiheit ist kein Nischenthema – sie betrifft einen erheblichen Teil Ihrer E-Mail-Liste.
„Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es schätzungsweise 1,3 Milliarden Menschen mit Behinderungen … was etwa 736 Millionen E-Mail-Nutzerinnen und -Nutzern mit Behinderungen entspricht.“
Das sind 16 % der Weltbevölkerung. Wenn Ihre E-Mails nicht barrierefrei sind, schaffen Sie Hindernisse für reale Menschen, die mit Ihren Inhalten interagieren möchten. Allein Screenreader-Nutzer stehen für einen potenziellen Umsatzverlust von 59 Millionen US-Dollar.
Barrierefreiheit verbessert Klarheit und Benutzerfreundlichkeit für alle
Bei barrierefreiem Design geht es nicht nur um Screenreader oder gesetzliche Standards. Dadurch lassen sich E-Mails von allen Nutzern leichter lesen, navigieren und bedienen. Dazu gehören Personen an mobilen Endgeräten, Nutzer mit langsamen Verbindungen und alle, die gerade abgelenkt sind (was, seien wir ehrlich, auf uns alle manchmal zutrifft).
„Wenn wir über Behinderungen bei E-Mails nachdenken, denken wir an visuelle Einschränkungen, vielleicht an motorische Fähigkeiten. Was bei der Konversation jedoch oft vergessen wird, sind Dinge wie ADHS, Legasthenie oder die auditive Verarbeitung.“
Auch wenn Sie also nicht bei jedem Klick auf „Senden“ an Barrierefreiheit denken, spüren Ihre Empfängerinnen und Empfänger die Auswirkungen.
So gestalten und erstellen Sie barrierefreiere E-Mails
Struktur ist wichtig: Visuelle Hierarchie und ein klares Layout haben große Auswirkungen
Eine der unmittelbarsten Verbesserungen, die Sie vornehmen können, betrifft die visuelle Struktur Ihrer E-Mails – was nur eine schicke Formulierung dafür ist, wie wir visuelle Informationen organisieren.
Das bedeutet:
- Linksbündiger Text.
- Klar definierte Überschriften.
- Logische Lesereihenfolge von oben nach unten.
Vermeiden Sie überladene Layouts oder Designs, die auf visuellen Effekten beruhen. Wenn Ihre E-Mail wie ein Puzzle aussieht, wird sie sich auch so lesen.
Semantisches HTML und beschreibende Elemente verwenden
Hinter jeder barrierefreien E-Mail verbirgt sich gut strukturierter Code. Verwenden Sie semantische Tags wie Es ist zudem wichtig, sich nicht ausschließlich auf Farbe zu verlassen, um Bedeutung oder Storytelling zu vermitteln (Rot ist schlecht, Grün ist gut). Verwenden Sie neben Farbsignalen auch Labels, Muster oder Symbole. Sagen Sie es mit uns: „WCAG … Wackaaaag … Wucagh?“ Es ist ein schwer auszusprechendes Akronym, aber wir sagen es wirklich gern. Eine Sache, die der EAA nicht tut, ist uns genau zu sagen, was die EAA-Standards für Barrierefreiheit sind. Das ist auch nicht wirklich notwendig, da diese Standards bereits fest etabliert sind. Die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sind Richtlinien des Worldwide Web Consortium (W3C), um die Barrierefreiheit von Inhalten im Internet für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen. Hier finden Sie die Richtlinien. Barrierefreiheit ist kein Thema, das man einmal einrichtet und dann abhakt. Sie sollten sich angewöhnen, Screenreader, Tastaturnavigation und Kontrastprüfer als Teil Ihres QA-Prozesses einzusetzen. Tools wie axe, WAVE, JAWS oder auch andere Entwicklertools im Browser können häufige Probleme bei der Barrierefreiheit aufdecken. Kurze Eigenwerbung: Auch E-Mail-Dienstanbieter (ESPs) verfügen über integrierte Prüfprogramme und Tools für Barrierefreiheit, die Ihren E-Mail-Prozess vereinfachen und Compliance-gerechter machen. Wir wollen Ihnen in diesem Beitrag nicht zu viel aufdrängen, aber sehen Sie sich die folgenden Links an, wenn Sie weitere Informationen zu diesen Test-Tools benötigen. Beide unserer Teams führen aktualisierte Leitfäden, Vorlagen und Funktionen ein, um Sie bei der EAA-Compliance zu unterstützen. Dazu gehören: Mailgun und Mailjet stellen Ihnen über Mailgun Inspect Tools für Barrierefreiheit zur Verfügung (in der App sowohl bei Mailjet als auch bei Mailgun verfügbar). Mailgun Inspect enthält Tools zur Barrierefreiheit für ADA- und EAA-Compliance. 1 von 6 Personen profitiert von Barrierefreiheit bei E-Mails. Die Tools für Barrierefreiheit von Mailgun Inspect sorgen dafür, dass Ihre E-Mails aktuellen und künftigen Standards entsprechen, mit automatisierten Scans für Kontrast, Support für Screenreader und vielem mehr. Betrachten Sie die EAA-Vorbereitung wie die Pflege Ihrer Zustellbarkeit: Es ist ein kontinuierlicher Prozess, keine einmalige Maßnahme. Beginnen Sie mit der Überprüfung Ihrer erfolgreichsten Vorlagen, schulen Sie Ihr Team in den Grundlagen der Barrierefreiheit und dokumentieren Sie Ihre Aktualisierungen. Wenn Sie bereits Mailgun oder Mailjet nutzen, verfügen Sie über die nötigen Tools. Falls Sie nicht sicher sind, wo Sie anfangen sollen, bieten wir Ihnen eine Bibliothek mit Ressourcen und vielen praktischen Ratschlägen für den Einstieg. F: Gilt dies auch für Unternehmen außerhalb der EU? F: Gibt es tatsächliche Bußgelder bei Nichteinhaltung? Wird es eine Schonfrist geben? F: Sollten wir jede E-Mail, die wir je gesendet haben, überprüfen? Prüfen Sie zuerst Ihre wichtigsten Vorlagen – diejenigen, die Ihre Kunden am häufigsten zu sehen bekommen. Stellen Sie sicher, dass Sie diese als Erstes auf Barrierefreiheit überprüfen. F: Testet Mailgun die Barrierefreiheit von E-Mails? Zu diesen Prüfpunkten gehören: F: Was ist, wenn wir KI zum Schreiben von Alt-Text verwenden? F: Für welche Arten von Behinderungen sollten wir designen? F: Was ist die größte Chance, die wir übersehen?, und anstelle von formatierten alt-Attribute hinzu und vermeiden Sie es, Bilder ohne Text-Fallback zur Vermittlung wichtiger Informationen zu verwenden.
Standards für Barrierefreiheit befolgen
„Barrierefreiheit bedeutet nicht nur ‚Ich möchte ein Bußgeld vermeiden‘ oder ‚Das betrifft mich nicht‘. Barrierefreiheit ist für alle da. Es gibt überall auf der Welt Behinderungen. Je besser Ihre E-Mails sind, desto besser ist es für alle.“
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Zusammenfassung: Nächste Schritte
FAQ
A: Wenn Sie in der EU geschäftlich tätig sind oder E-Mails an EU-Kunden senden, gilt dies auch für Sie. Es ist wie bei der DSGVO: Sie benötigen keine .fr-Domain, um unter das Gesetz zu fallen. Der EAA deckt außerdem alle Personen mit EU-Staatsbürgerschaft ab, auch wenn diese in den USA oder anderswo leben.
A: In der Regel gibt es bei Bußgeldern eine gewisse Schonfrist. Es ist nicht so, dass das Gesetz in Kraft tritt und dann plötzlich alle mit Bußgeldern belegt werden. Aber letztendlich ja – also bereiten Sie sich besser jetzt schon vor.
A: Beginnen Sie mit Ihren am häufigsten genutzten Vorlagen. Falls Ihnen eine fehlt, wenden Sie Ihr Brand-Kit auf Ihre E-Mail-Designs an.
A: Mailgun Inspect bietet Zugang zu über 40 Prüfpunkten für Barrierefreiheit – nicht nur für den EAA, sondern auch für die WCAG.
A: Verwenden Sie keine KI für Alt-Texte. Normalerweise führt dies dazu, dass die KI Fehler macht. Sie können ihn natürlich jederzeit bearbeiten – um die menschliche Note hinzuzufügen –, aber es ist wichtig, sich nicht zu sehr darauf zu verlassen.
A: Wenn wir über Behinderungen bei E-Mails nachdenken, denken wir an visuelle Einschränkungen, vielleicht an motorische Skills. Was bei der Konversation jedoch oft vergessen wird, sind Dinge wie ADHS, Legasthenie oder die auditive Verarbeitung.
A: Wenn wir diese Gruppe von Menschen nicht berücksichtigen, entgehen uns über 59 Millionen $. Ihnen entgeht eine Menge, wenn Sie Barrierefreiheit nicht auf dem Schirm haben – ganz davon abgesehen, dass es einfach das Richtige ist.