IT & Engineering
E-Mail-Sicherheit und -Infrastruktur: Cloud-basiert vs. On-Premise
Man könnte behaupten, dass eine Cloud-basierte Infrastruktur die natürliche Weiterentwicklung von On-Premise-Software ist, aber das könnte einige Leute verärgern. Ob Sie On-Premise-Lösungen als veraltete Dinosaurier oder als das Nonplusultra für die Sicherheit betrachten: Wir vergleichen hier unsere Vergangenheit mit der Zukunft und schlüsseln die Vorteile der Cloud auf.
Was ist die Cloud?
Kurze Antwort? Es ist ein globales Servernetzwerk.
Cloud-basiert bedeutet, dass Ihre Daten extern auf Servern und in globalen Rechenzentren gehostet werden, die Cloud-Anbietern gehören. Ist sie sicher? Ist sie zugänglich? Wie funktioniert das? Um PBS zu paraphrasieren: Die Cloud wurde durch Nutzerinnen und Nutzer wie Sie ermöglicht.
Schnelldurchlauf: Eine kurze Geschichte der Cloud
Am Anfang – sprich in den 1960er Jahren – gab es Großrechner, also riesige Maschinen, die sich große Gruppen von Menschen teilten. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Schlange stehen, um Ihre E-Mails abzurufen, geschweige denn komplexe Berechnungen durchzuführen. Um es kurz zu machen: Dann bekamen wir PCs, die sich aus der Ferne mit Netzwerkservern verbinden konnten, und Großrechner entwickelten sich zu Serverräumen, aus denen riesige Rechenzentren wurden, die begannen, ihre Ressourcen zu vermieten, und das wurde zur Public Cloud.
Ein PC hat nicht die Kapazität, um eine große IT-Infrastruktur allein zu betreiben und zu hosten, und der Kauf von Servern in der benötigten Menge kann teuer werden. Die Lösung lautet Cloud-Infrastruktur. Anbieter wie Salesforce, Amazon Web Services (AWS) oder der Versand an Microsoft Azure verfügen über unzählige Server in Rechenzentren auf der ganzen Welt, auf die Sie zugreifen können. Cloud-Lösungen sind nutzungsbasierte Modelle, mit denen Sie beispielsweise Datenspeicher mieten, Software hosten und komplexe Berechnungen durchführen können.
Arten von Cloud-basierten Lösungen
Es gibt mehr als nur eine Art von Cloud: Cumulus, Cirrus, leicht und flauschig … Hier sind die drei Arten von Cloud-Service-Anbietern.
- Infrastructure-as-a-Service (IaaS): IaaS-Anbieter vermieten den Zugang zu Dienstleistungen wie Servern, Cloud Computing, virtuellen Maschinen (VMs) und Cloud-Speicher.
- Platform-as-a-Service (PaaS): PaaS-Anbieter (wie wir) stellen Cloud-Plattformen bereit, die On-Demand-Modelle für die Softwareentwicklung, Tests, das Application Management und natürlich den Versand von E-Mails nutzen.
- Software-as-a-Service (SaaS): SaaS-Lösungen sind abonnementbasierte, in der Cloud gehostete Softwarelösungen. Tools wie die Adobe Creative Cloud und Zendesk fallen in diese Kategorie.
Was ist On-Premise?
Kurze Antwort? Es handelt sich um eine Vor-Ort-Infrastruktur.
On-Premise ist die interne Lösung, unabhängige Server zu besitzen und zu betreiben, um die eigene Infrastruktur zu hosten, und bezieht sich auf jegliche Server-Hardware oder -Software vor Ort. Wenn Sie die Augen schließen und sich einen Hackerfilm aus der Zeit vor Mitte der 1990er Jahre vorstellen, das ist On-Premise – ein großer, extra kühler Raum mit Türmen von gestapelten Servern im Bauch der Unternehmenszentrale.
Anforderungen für On-Premise
Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Und Server benötigen jede Menge Strom. Um On-Premise-Rechenzentren zu verstehen, müssen wir uns zunächst ansehen, welche Ressourcen sie benötigen:
- Anzahl der Racks
- Anzahl der Server pro Rack
- Genutzte Grundfläche
- Spannungskapazität (VAC) Ihres Gebäudes
- Kühlsystem
- Stromversorgung für Ihre Server
- Produktionslast
- Rechenressourcen
- Kilowatt pro Server
- Datensicherungslösungen (vor Ort und extern)
- APC-Batterien
- Server- und Softwarelizenzen
- Kosten für die Serverwartung
- Sicherheit vor Ort
Dies ist bei Weitem keine vollständige Liste, aber sie vermittelt Ihnen eine Vorstellung davon, wie viel physische Infrastruktur erforderlich ist, um On-Premise zu betreiben. Sobald Sie all diese Variablen ermittelt haben, können Sie schicke Berechnungen durchführen, um beispielsweise zu bestimmen, wie viel Watt Sie pro Quadratmeter benötigen, um Ihre Server zu betreiben (der aktuelle Durchschnitt liegt irgendwo zwischen 250 und 300 Watt). Das bedeutet eine ziemlich hohe Stromrechnung.
Wir wollen nicht die Preispolizei spielen – wir sind hier, um über die Sicherheit von Cloud vs. On-Premise zu sprechen –, aber allein ein einziger Server ohne das Gebäude, die Racks, die Kühlung, die Hardware, die Installation, die Wartung oder sonst etwas, kostet im Jahr 2023 zwischen 1.000 $ und 4.000 $ – und Sie werden mehr als einen brauchen. Das Ergebnis? Die vollständige Kontrolle über die Infrastruktur ist möglicherweise nicht kosteneffizient.
Auf dem Höhepunkt eines jeden guten (oder schlechten) Hackerfilms gibt es eine Szene, in der die Hacker entkommen, indem sie vor echten Wachleuten fliehen. Wenn man über On-Premise vs. Cloud nachdenkt, ist das ein wichtiges Bild. On-Premise-Umgebungen erfordern zusätzlich zur Netzwerksicherheit und Cyberabwehr eine Ebene der physischen Sicherheit vor Ort. Hardware, Installation und die ständigen Ausgaben für das Wartungspersonal bedeuten eine erhebliche Vorabinvestition. In der zweiten Hälfte der Lebensdauer eines Servers fallen zudem Kosten für die Instandhaltung und den eventuellen Austausch an.
Vor- und Nachteile von On-Premise vs. Cloud-basierter Infrastruktur
Ganz gleich, ob Sie sich bei der Gründung Ihres Unternehmens zwischen On-Premise und der Cloud entscheiden oder eine Cloud-Migration in Betracht ziehen, dies sind einige wichtige Unterschiede.
| Hauptmerkmale von On-Premise | Hauptmerkmale von Cloud-basiert |
|---|---|
| Hohe Vorabkosten | Nutzungsbasiertes Abonnement |
| Hardware-/Software-Installation und Lizenzierung | Keine Installation, schnelles Onboarding |
| Volle Kontrolle über Ihre Infrastruktur | Hosting durch Dritte |
| Verantwortlich für die gesamte Compliance | Cloud-Anbieter ist für die Compliance verantwortlich |
| Höhere laufende Kosten (Wartung, Personal vor Ort usw.) | Nicht für die Serverwartung verantwortlich |
| Verantwortlich für die physische und Cybersicherheit | Anbieter ist für die Einhaltung der Sicherheitsstandards verantwortlich |
| Support für die eigene Infrastruktur | Anbieter bieten fest zugewiesenes IT-Personal, Support und zusätzliche Services |
| Beschränkt auf die für die Installation verwendeten Geräte | Zugriff auf einer Vielzahl von Geräten, unterstützt die Integration mit anderen Tools und Sicherheitsfunktionen wie Single Sign-on (SSO) |
Wann Sie sich für die Cloud entscheiden sollten
Wenn Sie Geschwindigkeit und Sicherheit benötigen.
| Vorteile der Cloud | Nachteile der Cloud |
|---|---|
| Zahlung per Abonnement, geringe Vorabkosten | Individuelle Preisstrukturen können komplex sein |
| Compliance und Sicherheit werden verwaltet | Individuelle Bedingungen können zusätzliche Kosten verursachen |
| Extreme Skalierbarkeit | Kann bestimmte Konfigurationsoptionen einschränken |
| Unterstützt Integrationen von Drittanbietern | Nutzung von Cloud-Tools erfordert eventuell eine gewisse Einarbeitung |
| Fester Support und zusätzliche Services | Bei Cloud-Anbietern kann es zu Ausfallzeiten kommen |
Cloud-Umgebungen sind auf Geschwindigkeit ausgelegt, insbesondere wenn man die Zeit für das Onboarding bei einem Cloud-Anbieter mit den Tagen/Wochen/Monaten vergleicht, die für die Installation und Konfiguration von On-Premise-Servern erforderlich sein können. Da Sie für eine Dienstleistung bezahlen, sind Cloud-basierte Anbieter verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz an Verfügbarkeit, Reaktionszeiten beim Support, Sicherheitsmaßnahmen und Serverwartung zu gewährleisten – alles übersichtlich aufgeführt in SLAs.
Cloud-Software ist so konzipiert, dass sie sich anpassen lässt. Der Erfolg dieser Services hängt davon ab, ob sie in der Lage sind, ständig neue Anforderungen zu erfüllen sowie neue Funktionen und Updates einzuführen, um im Hinblick auf geschäftliche Anforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben.
Wann Sie sich für On-Premise entscheiden sollten
Wenn Sie die volle Kontrolle benötigen.
| Vorteile von On-Premise | Nachteile von On-Premise |
|---|---|
| Vollständige Kontrolle über Ihre Infrastruktur | Hohe Installationskosten im Vorfeld |
| Kontrolle über Ihre Sicherheit | Zusätzliche Sicherheit vor Ort ist erforderlich |
| Der SMTP-Versand über Ihre eigenen Server kostet weniger | Kein Support für die Zustellbarkeit oder Verifizierung, es sei denn, Sie stellen ihn intern bereit |
| Benötigt kein Internet, um auf Daten zuzugreifen | Sie müssen Ihre eigenen Ressourcen nutzen, um Compliance-Standards zu erfüllen |
| Keine Beschränkungen in Bezug auf die Anzahl der gesendeten Nachrichten, der gespeicherten Daten oder die Größe der Datenbanken | Weniger Kontrolle über Ihre E-Mail-Reputation durch den Besitz eigener Server |
Die Wartung einer On-Premise-Infrastruktur mag kostspielig sein, aber sie gehört zu 100 % Ihnen. Das ermöglicht maßgeschneiderte Sicherheit und Anpassungen Ihrer Netzwerkressourcen. Außerdem ist On-Premise nicht auf eine Internetverbindung angewiesen, um auf gespeicherte Daten zuzugreifen.
Wir haben bereits deutlich gemacht, dass On-Premise hohe Vorabkosten verursacht. Dennoch gibt es Bereiche, in denen Sie mit dieser Lösung Geld sparen können. Wenn Sie keine Highspeed-Verbindung für den Datenzugriff benötigen, müssen Sie auch nicht für eine Internetverbindung zahlen, die hohe Downloadgeschwindigkeiten unterstützt. Zudem haben Sie 100 % Kontrolle über Ihre Konfigurationen und das Sicherheitsniveau, sodass Sie Ihre Lösungen entweder für sich selbst oder für Ihre Zielkunden maßschneidern können.
Wenn wir noch einmal auf das Thema E-Mail zurückkommen: Unternehmen mit einer bestehenden On-Premise-Infrastruktur tun sich möglicherweise schwer, in die Cloud zu wechseln. Die Bereitstellung eines eigenen SMTP-Versands über Ihre eigenen Server kostet weniger als ein monatliches Cloud-Abonnement.
Wenn Sie jedoch Ihre eigenen physischen Server verwalten, haben Sie weniger Kontrolle über Ihre E-Mail-Reputation. Server allein stellen keinen Service dar. PaaS-Anbieter wie Mailgun bieten zusätzlichen Support zum Schutz vor Schwachstellen und Ineffizienzen in Form von Traffic-Segmentierung, fest zugewiesenen IT-Teams, Zustellbarkeits-Services, E-Mail-Validierung und wir erweitern unsere Protokolle basierend auf neuen Gesetzen wie der DSGVO und dem CCPA.
On-Premise vs. Cloud: Ist On-Premise sicherer?
NEIN. Dies ist ein Irrglaube.
Wenn im Jahr 2022 jemand „Cloud-Sicherheit“ sagt, lässt der Begriff „Compliance“ meist nicht lange auf sich warten. Stark regulierte Branchen wie Regierungsbehörden, Versorgungsunternehmen usw. steigen aufgrund ihrer Sicherheitskontrollen und Compliance-Verpflichtungen sowie aufgrund von Vorbehalten gegenüber der Verwaltung von Cloud-Daten seltener auf Cloud-Lösungen um. Das ändert sich jedoch.
Regulatorische Kontrollen wie HIPAA sind mit der Cloud kompatibel, und alle Cloud-Anbieter müssen eine wachsende Anzahl an Compliance-Vorgaben einhalten , wenn es um sensible Daten geht. SOC, DSGVO, CPPA, HIPAA, ISO 27001, PCI DSS … diese Standards sind nicht einfach zu erfüllen. Cloud-Services werden ständig gegen Cyberangriffe abgesichert und überprüft, und zwar nicht nur anhand von Compliance-Standards, sondern auch durch die aktuelle und potenzielle Kundschaft. Fragen Sie einfach unsere Vertriebs- und Sicherheitsteams, wie oft sie langwierige Bewertungen der Anbietersicherheit durchführen.
Die Entscheidung für eine On-Premise-Lösung befreit Sie nicht von der Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Eine On-Premise-Infrastruktur bedeutet, dass Sie nicht nur Ihre eigenen Sicherheitslösungen verwalten, sondern auch dafür verantwortlich sind, die sich ständig weiterentwickelnden regionalen, nationalen und globalen Anforderungen an Sicherheit und Datenmanagement zu erfüllen. Müssen Sie DSGVO- oder CPPA-konform sein? Nein, aber das schränkt ein, mit wem Sie Geschäfte machen können.
Datensicherheit und Datenspeicherung
Verschlüsselung für Daten, während sie übertragen werden und wenn sie im Ruhezustand sind.
Unabhängig davon, wo Ihre Daten gespeichert werden – ob On-Premise oder in der Cloud –, ist die Verschlüsselung im Ruhezustand („Encryption-at-Rest“) der Standardschutz. Mailgun nutzt die AES-256-Verschlüsselung im Ruhezustand für alle Kundendaten. Dies bedeutet, dass für die Ver-/Entschlüsselung ein 256-Bit-Schlüssel erforderlich ist. Klingt beeindruckend, oder? Nun, wenn es gut genug für die US-amerikanische National Security Agency (NSA) und gigantische Cloud-Anbieter wie AWS ist, dann ist es auch gut genug für uns.
Benötigen Sie weitere Details zur Datensicherheit? Lesen Sie den AV-Vertrag von Mailgun , um alle Einzelheiten zu erfahren.
E-Mail und Sicherheit
Cloud-basierte Anbieter unterstützen den Versand hoher Volumen.
Es gibt zwei Optionen, wenn Sie eine E-Mail versenden möchten. Versand per API oder SMTP. SMTP ist ein standardisiertes Protokoll für die Übertragung von E-Mails. Es handelt sich im Grunde um ein Relay-System zwischen einer Reihe von Ports, das zur Übertragung Ihrer E-Mails an die Zieladressen verwendet wird. Klingt perfekt, oder? Leider unterstützt SMTP in seinem nativen Zustand keine Verschlüsselung, sodass es anfällig für Spammer ist.
Wie können wir das lösen? Hier kommt die TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security). ins Spiel. TLS ist eine zusätzliche Schutzschicht, welche die Verschlüsselung übernimmt, die SMTP nicht leisten kann. So sind Ihre Nachrichten auf dem Weg in den Posteingang geschützt.

Die Sicherung von Nachrichten während der Übertragung ist nur ein Teil der Gleichung. Es gibt einen weiteren Aspekt der E-Mail-Sicherheit, der sich darauf bezieht, wie die E-Mail-Adressen Ihrer Kontakte importiert werden. Dies erfordert einen sicheren Funnel, den Mailgun mit unserer API entwickelt hat. Unser Rat? Nutzen Sie, wann immer möglich, die API zur Verwaltung Ihrer Kontakte und für den Versand, da dies sicherer ist als SMTP allein.
Sicherheit und Skalierbarkeit
Ein Punkt für die Cloud.
Bei der Skalierbarkeit verpasst Cloud-basiert On-Premise ein paar ordentliche Treffer, insbesondere wenn es um Sicherheitsupgrades geht. Unternehmen wie Mailgun bestehen zur Hälfte aus dem Produkt und zur Hälfte aus dem Produktsupport. Das bedeutet: Wenn es um die Abwehr von Cybersicherheitsrisiken geht, verfügen wir über ein fest zugewiesenes Team, das Bedrohungen abwehrt und Abwehrmaßnahmen skaliert. Wenn es um die Behebung von Ausfällen geht, haben wir ein festes Team dafür. Wenn es um Für die Beantwortung von Kundenfragen, die Anpassung von Zustellbarkeitsstrategien oder die Skalierung von internen Protokollen zur Erfüllung von Compliance-Standards haben wir fest zugewiesene Teams.
Letztlich ist On-Premise eine unabhängige Infrastruktur, die nur für sich selbst verantwortlich ist, während eine Cloud-basierte Lösung eine kollektive Infrastruktur ist, die gegenüber allen, die sie nutzen, in der Verantwortung steht.
Cloud-basierte Infrastruktur als Motor für Ihr E-Mail-Programm
Die Entscheidung für die Partnerschaft mit einem Cloud-basierten Service ist möglicherweise nicht einfach. Vielleicht steht Ihr Unternehmen in Sachen Datenmanagement und -sicherheit besonders im Rampenlicht, vielleicht überlegen Sie, Ihre aktuelle On-Premise-Lösung aufzugeben, und sind unsicher, was eine Migration in die Cloud bedeuten würde.
Als E-Mail-Service-Provider ist das unser tägliches Brot. Wenn wir Sie noch nicht für das Team Cloud gewinnen konnten, wenn Sie mehr Einblicke, mehr Daten oder einfach einen umfassenderen Blick auf die E-Mail-Infrastruktur und -Sicherheit benötigen, haben wir genau das Richtige für Sie parat.