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Gmail löscht inaktive Konten: Lassen Sie nicht zu, dass sich dies auf Ihre Zustellbarkeit auswirkt
In seinem Update vom 16. Mai 2023 kündigte Google einige anstehende Änderungen für Gmail an. Dazu gehören Updates zur BIMI-Zertifizierung, Anpassungen an den Schema-Anforderungen für Annotationen und – was Absender wohl am meisten beunruhigt – Pläne, alle inaktiven Gmail-Konten zu löschen.
Die Löschung inaktiver Konten könnte sich direkt auf Ihre E-Mail-Liste und Ihre Zustellbarkeit auswirken. Was ist also der Grund für diese Entscheidung? Müssen Sie sich Sorgen machen? Und wie können Sie sich darauf vorbereiten? Alles gute Fragen – hier ist, was wir wissen.
Was passiert mit inaktiven Gmail-Konten?
Raus mit dem Alten, rein mit dem Neuen.
Google greift bei Konten hart durch, um Spam und Hijacking-Versuche einzudämmen. Der erste Schritt besteht darin, ungenutzte oder tote Konten zu bereinigen. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Kontosicherheit und Datenschutz im gesamten Netz immer wichtiger werden.
Die Menschen wollen, dass die Produkte und Dienstleistungen, die sie online nutzen, sicher sind. Wenn ein Konto über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es kompromittiert wird.
Bei Spam und verwaisten Konten ist die Wahrscheinlichkeit viel geringer, dass Schutzmaßnahmen wie 2FA implementiert wurden, die auch bei der Validierung des Kontos helfen. Verwaiste Konten sind zudem deutlich anfälliger für kompromittierte Passwörter und Kontoübernahmen in böser Intention.
Inaktive Konten werden gelöscht: Schrittweiser Ansatz
Google lässt sich auf dem Weg zur Kontolöschung viel Zeit, und die Richtlinie zielt nur auf Konten ab, die seit mindestens 2 Jahren inaktiv sind.
Der erste Batch von Konten war ab Dezember 2023 zur Löschung vorgesehen und Google hat wie versprochen am 1. Dezember damit begonnen. Der Ansatz erfolgt schrittweise und beginnt mit Konten, die erstellt und dann sofort wieder verlassen wurden. Sie waren also seit ihrer Erstellung inaktiv.
In der nächsten Phase wird Google inaktive Konten in Batches ins Visier nehmen und Benachrichtigungskampagnen versenden, in denen die bevorstehende Löschung angekündigt wird. So haben Nutzer die Chance, ihre Konten zurückzufordern. Konten, die nicht auf die Benachrichtigungskampagnen von Google reagiert haben, werden gelöscht, und diese neue Richtlinie wird fortlaufend umgesetzt.
Wie wird sich das Gmail-Update auf Ihre Zustellbarkeit auswirken?
Kann sich diese Änderung auf Ihre Zustellbarkeit auswirken? Möglicherweise, ja. Aber wenn Sie die Best Practices für E-Mail-Zustellbarkeit befolgen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.
Der Versand an inaktive oder nicht existierende Konten ist ein sicherer Weg, Ihre Absenderreputation und Engagement-Metriken zu verschlechtern, was sich wiederum massiv negativ auf Ihre Zustellbarkeit auswirkt. Wie Sie wissen, sind mangelndes Engagement bei Ihren zugestellten E-Mails, Blockierungen und Bounces allesamt Faktoren, die E-Mail-Clients berücksichtigen, wenn sie entscheiden, ob die Nachricht eines Absenders in den Spam-Ordner verschoben wird.
Wer also an inaktive Konten sendet, schadet seiner Zustellbarkeit ohnehin schon. Googles Maßnahme, inaktive Konten zu löschen, sollte Absender, die sich an Best Practices halten, nicht beunruhigen. Wenn Sie jedoch planen, an eine alte E-Mail-Liste zu senden, sollten Sie sicherstellen, dass all diese E-Mail-Adressen erreichbar sind, um Bounces zu vermeiden. Dies erreichen Sie mit einem E-Mail-Verifizierungstool wie dem von Mailgun.
Wenn Sie sich bei Ihrer E-Mail-Liste nicht sicher sind, machen Sie sich keine Sorgen. Sie haben noch Zeit. Wir empfehlen, von jetzt an bis Dezember 2023 eigene Taktiken für das Re-Engagement und die Listenpflege als Schutzmaßnahme zu implementieren.
So schützen Sie Ihre Zustellbarkeit
Dieses Update wirkt sich auf Konten und folglich auf die Adressen in Ihrer Liste aus. Daher gibt es zwei wichtige listenbezogene Schritte, die Sie zur Vorbereitung unternehmen können. Obwohl es sich hierbei um standardmäßige Best Practices handelt, können sie gezielt auf Gmail-Adressen zugeschnitten werden.
Die Änderung, die Google zur Deaktivierung inaktiver Postfächer vornimmt, wurde von anderen Anbietern bereits umgesetzt. Für Absender, die bereits Best Practices befolgen, sollte dies keine großen Auswirkungen auf ihren Versand oder ihre Reputation haben. Nutzen Sie weiterhin solide Methoden zur Listenakquise mit bestätigtem Opt-in, verifizieren Sie ältere Listen vor dem Versand und implementieren Sie Sunset-Richtlinien, um den Versand an potenziell inaktive Empfänger zu vermeiden, die nicht mit Ihren E-Mails interagieren.
Re-Engagement Ihrer Gmail-Empfänger
Ist Ihre Liste aktiv? Das ist die Frage, die Re-Engagement-Kampagnen sich durch den Versand von gezieltem Messaging an inaktive Segmente Ihrer Liste beantworten lässt.
Im Zuge dieses Google-Updates empfehlen wir die Erstellung einer Re-Engagement-Kampagne, um Gmail-Adressen auf Ihrer Liste, die in letzter Zeit keine Aktivität gezeigt haben, auf Lebenszeichen zu prüfen und nicht reagierende Nutzer per Sunset-Richtlinie auszusortieren.
Bereinigung von E-Mail-Listen
Bei der Zustellbarkeit ist die E-Mail-Listenpflege das A und O – und es ist keine einmalige Aufgabe. Der Versand von Nachrichten an nicht reagierende Nutzer oder ungültige Adressen beeinträchtigt Ihr Engagement massiv und lässt Ihre Zustellbarkeitsrate in den Keller rutschen.
Wir haben bereits viel über die Bedeutung der Listenpflege geschrieben und über die Tools, die Sie für eine erfolgreiche Listenbereinigung benötigen. Hier sind jedoch die wichtigsten Punkte und wie Sie diese nutzen können, um den Plänen von Google zur Kontodeaktivierung entgegenzuwirken.
- Nutzen Sie Massen- verifizierungen zur Validierung alter Listen: Wie lange ist es her, dass Sie Ihre E-Mail-Liste bereinigt haben? Änderungen wie das Google-Update sind gute Gelegenheiten, um Ihre Listen zu validieren und unnötigen Ballast zu entfernen. Während dies vor Dezember 2023 erledigt werden kann, sollte die Listenverifizierung auch danach eine Rolle spielen, da bestimmte Konten im Laufe der Zeit weiterhin inaktiv werden.
- Automatisieren Sie die E-Mail-Listenpflege mit einer Sunset-Richtlinie: Eine Sunset-Richtlinie Sunset-Richtlinie ist ein Plan, um nicht reagierende oder desinteressierte Empfänger von Ihrer E-Mail-Liste zu bereinigen. Sie entfernt automatisch E-Mail-Adressen, die Ihre E-Mails über einen bestimmten Zeitraum nicht geöffnet haben. So stellen Sie sicher, dass Sie sich nur an Personen wenden, die auch wirklich von Ihnen hören möchten.
- Implementieren Sie Double-Opt-ins: Die Richtlinien ändern sich in vielen Bereichen, vom Posteingangsmanagement bis hin zum Datenschutz. Ein Double-Opt-in kann Ihnen Zeit und Geld sparen indem es von den Nutzern verlangt, ihre Intention zu bestätigen und ihr Abonnement für Ihre Liste zu verifizieren. Dadurch wird sichergestellt, dass keine E-Mail-Adressen in Ihre Liste aufgenommen werden, die direkt nach der Erstellung wieder verlassen werden.
Zusammenfassung
Die Löschung inaktiver Konten mag für einige E-Mail-Absender beängstigend klingen. Wenn das auf Sie zutrifft, verstehen wir das – Ihre Absenderreputation kann schwer zu verwalten sein. Aber wenn Sie unsere Ratschläge zu den Best Practices für E-Mail-Zustellbarkeit befolgen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.
Google-Updates wie dieses kommen häufiger vor, als Sie denken. Behalten Sie Ihre Gmail-Metriken mit unserer Google Postmaster Tools-Integration direkt aus Ihrem Konto heraus im Auge.