Wir waren auf der Unspam Das haben wir gelernt
Really Good Emails beschreibt die Unspam so: Eine Rebellen-Konferenz für E-Mail-Profis, die langweilige Konferenzen hassen … unerwartet, unkonventionell und unvergesslich. Wir wissen, dass E-Mails nie langweilig sind – und Sie ganz bestimmt auch. Es kann jedoch eine Herausforderung sein, Außenstehende vom Wert der E-Mail oder der Leidenschaft der Community zu überzeugen.
Auch wenn diese Konferenz definitiv ein Treffpunkt für absolute E-Mail-Fans ist, zeigen die Highlights und der Wissensaustausch doch sehr deutlich, warum E-Mails so wichtig sind und wie sie Unternehmen und die Kommunikation beeinflussen.
Vortragende
Die Themen der Unspam 2024 reichten von der Bewältigung persönlicher Hürden bis hin zur Erschließung neuer E-Mail-Märkte. Wie man Kundendaten nutzt, Design- und Branchentrends, Positionierung und die Frage, wie man im Posteingang auffällt, waren beliebte Themen. Der Grundtenor drehte sich um die Zukunft der E-Mail. Wohin geht die Reise, was verändert sich und wie können wir uns dabei verbessern?

Neue Trends im E-Mail-Marketing
Wir beginnen unsere Zusammenfassung mit einem Rückblick auf den Vortrag von Mike Nelson über Design-Trends. Wir wissen, dass Design kein typisches Thema für Mailgun ist. Das Verständnis für die Denkweise der Kundschaft hingegen schon, und Design ist ausschlaggebend dafür, wie Ihre Zielgruppe im Posteingang schnell und visuell mit Ihren Nachrichten interagiert.
Hier sind einige wichtige Design-Trends, die 2024 im Mittelpunkt stehen, und unsere Einschätzung dazu, was diese Trends für das Verhalten der Kundschaft und das Kundenerlebnis bedeuten.
Farben wechseln auf die dunkle Seite
Vorbei sind die Zeiten hübscher Pastellfarben. E-Mails werden aus einem einfachen Grund immer dunkler. Der Dunkelmodus wird geräteübergreifend immer beliebter.
Der Dunkelmodus hat einige sehr praktische Vorteile:
- Geringere Belastung für die Augen
- Reduzierung von blauem Licht
- Energieeinsparung (schont den Akku)
- Mehr individuelle Design-Optionen als der helle Modus
Wenn man sich die Umfrage von Android Authority aus dem Jahr 2020 ansieht, aktivieren über 80 % der Befragten den Dunkelmodus, wann immer er verfügbar ist. Tatsächlich Android hat vor Kurzem angekündigt , dass Android 15 eine Funktion bieten wird, mit der sich Apps in den Dunkelmodus zwingen lassen – selbst wenn die Apps diesen technisch nicht unterstützen oder nicht dafür optimiert sind.
„Die Kundschaft erlebt eine Marke durch E-Mails oft intensiver als über jedes andere Medium.“
Wir haben vor Kurzem ebenfalls eine Umfrage zum Dunkelmodus durchgeführt. Dabei wollten wir vor allem herausfinden, welche Designs beim Lesen von E-Mails bevorzugt werden und ob sich das je nach Tageszeit ändert. Dabei stellte sich heraus, dass der helle Modus vorne liegt. Wir vermuten jedoch, dass das stark damit zusammenhängt, dass er die Standardeinstellung ist. 50,6 % bevorzugten den hellen Modus und knapp 25 % entschieden sich für den dunklen. Interessanterweise gaben weitere 11 % an, je nach Tageszeit in den Dunkelmodus zu wechseln.
Der Trend ist unbestreitbar: Die dunkle Seite gewinnt immer mehr Fans.

Fettgedruckt geht schneller
Einfache Botschaften wie Jetzt kaufen oder Wir feiern gern lassen sich schneller vermitteln, wenn der Text fett und markant ist. Große, kräftige Buchstaben ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, aber es gibt einen Haken. Auch wenn sie sich hervorragend für das Design eignen, sollten Sie diesen Stil in der Betreffzeile lieber vermeiden. Diese fetten Phrasen können Sie schnell wie einen Spammer wirken lassen, wenn sie am falschen Ort platziert sind.
Vertrauen durch Authentifizierung aufbauen
In unserem Bericht zu E-Mail und Kundenerlebnis 2024 haben wir genauer untersucht, warum die Kundschaft E-Mails öffnet. Der wichtigste Faktor für 65 % der Befragten war die Vertrautheit mit der Marke, die die Nachrichten versendet. Der Wiedererkennungswert der Marke war weitaus wichtiger als ein versprochenes Angebot in der Betreffzeile.
Wenn das, was Mike Nelson präsentiert hat, stimmt und die E-Mail ein primärer Kanal für das Kundenerlebnis ist, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Marke als vertrauenswürdiger Absender wahrgenommen wird. Dazu gehört der Aufbau von Markenvertrautheit durch Inhalte und Design. Im E-Mail-Bereich ist der Aufbau von Vertrauen jedoch eng mit der Authentifizierung verbunden.
Sogar Gmail und Yahoo greifen mittlerweile durch und verlangen von Massenversendern die Implementierung strenger E-Mail-Authentifizierungen. Protokolle wie SPF, DKIM und DMARC helfen diesen E-Mail-Anbietern dabei, Ihre Absenderidentität zu überprüfen und gleichzeitig böswillige Akteure davon abzuhalten, Ihre Marke zu imitieren.
Im Posteingang auffallen
Der Posteingang ist ein hart umkämpfter Ort, und manchmal schießen Messaging und Positionierung über das Ziel hinaus. In der Session von Jared Blank ging es darum, die eigene Sprache im Zaum zu halten, während Melanie Deziel darüber sprach, wie man mit E-Mail-Inhalten Vertrauen gewinnt. Sie betonte, dass der beste Ansatz darin besteht, einem journalistischen Grundsatz zu folgen: Zeigen, nicht nur behaupten. Nutzen Sie Ihre Inhalte, um Ihre Behauptungen zu belegen.
- Komfort-Behauptungen: Dinge wie Geschwindigkeit und Kosten
- Vergleichbarkeits-Behauptungen: Aussagen, die Sie mit ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen vergleichen
- Verpflichtungs-Behauptungen: Aufzeigen von Wertversprechen und Kundenbindungen
- Verbundenheits-Behauptungen: Oft Slogans, die eine Absicht zeigen, wie bei State Farm Insurance: Like a good neighbor, State Farm is there.
- Kompetenz-Behauptungen: Aussagen, die Ihre Zuverlässigkeit und Ihr Kern-Messaging unterstreichen
Um auf die Session von Jared Blank zurückzukommen: Achten Sie einfach darauf, dass Ihre Behauptungen nicht zu sehr nach Kauderwelsch klingen. Das bedeutet: Halten Sie blumigen Software-Marketing-Jargon auf ein Minimum und konzentrieren Sie sich auf Ihre Wertversprechen und die Dinge, die Sie einzigartig oder zuverlässig machen.
Sind E-Mail-Inhalte wichtig für die Zustellbarkeit?
Die kurze Antwort lautet: Ja. Wenn Sie interessante Inhalte für Ihre Zielgruppe erstellen, ist es unwahrscheinlicher, dass diese Ihre E-Mails als Spam markiert. Aber bei Inhalten geht es um mehr als nur darum, was Sie sagen – es geht auch darum, wem Sie es sagen. Die Nutzung von Tools wie A/B-Tests für Betreffzeilen, Personalisierung und die Verwendung von Emojis ist ein guter Ausgangspunkt.
A/B-Tests sind eine Wissenschaft für sich und können Ihnen zeigen, welche Strategien funktionieren – von Ihren dynamischen Inhalten bis hin zu Ihren Designs. Wenn Sie diese zusammen mit Tools wie Listensegmentierung einsetzen, erhalten Sie am Ende ein sehr zielgerichtetes und optimiertes E-Mail-Programm.
Zusammenfassung
Wir werden in den kommenden Wochen noch weitere Themen der Unspam beleuchten. Wenn Sie genau wie wir E-Mail-Fans sind, abonnieren Sie unseren Newsletter. So verpassen Sie keine Branchen-News und E-Mail-Tipps von unseren Fachleuten.