Sieben Zustellbarkeitsstrategien, mit denen Sie in der Weihnachtszeit Sperrlisten von ISPs vermeiden
Der Weihnachtsmann ist nicht der Einzige, der eine Liste erstellt und sie doppelt überprüft. ISPs prüfen Absender auf dem Weg in den Posteingang bekanntermaßen besonders streng.
Die Weihnachtszeit bringt zwar mehr Traffic und Verkäufe, führt aber auch zu einem höheren Versandaufkommen und mehr Spam-E-Mails. Für Ihren Erfolg benötigen Sie eine starke Zustellbarkeitsstrategie. Die Zustellbarkeit ist jedoch kein Schalter, den Sie für sofortige Ergebnisse einfach umlegen können.
Wärmen Sie also Ihre IPs am Kaminfeuer auf und lassen Sie sich von uns in sieben Schritten für eine herausragende Zustellbarkeit durch eine erfolgreiche Saison führen.
Warum eine starke Zustellbarkeitsstrategie in der Weihnachtszeit noch wichtiger ist
Der Black Friday kurbelt die Ausgaben in der Weihnachtszeit massiv an. An diesem Tag steigt das Versandaufkommen im gesamten E-Commerce stark an, aber es bricht nach dem Wochenende oder nach dem Cyber Monday (BFCM) nicht einfach ab.
Im Vergleich zu anderen Zeiten im Jahr (das Diagramm unten zeigt die Daten von 2024) stellten wir fest, dass das E-Mail-Volumen am Black Friday um 65 % höher ist als an einem durchschnittlichen Wochentag im Juni. Zudem lag das gesamte E-Mail-Volumen über 30 Tage (beginnend am Black Friday) um 35 % höher als in einem 30-Tage-Zeitraum im Juni.

Die Zustellbarkeit bestimmt, ob Sie im Posteingang Ihrer Kunden landen, aber was Sie versenden, ist nicht der einzige ausschlaggebende Faktor. Das Versandvolumen in der Weihnachtszeit steigt nicht nur für 24 Stunden an – es handelt sich um einen anhaltenden Anstieg über einen längeren Zeitraum. Das bedeutet, dass Sie Ihre Versandstrategie für die Weihnachtszeit nicht auf ein einziges Wochenende beschränken können. Und aufgrund des anhaltend hohen Traffics sollten Sie besonders darauf achten, wie Ihre E-Mails von ISPs empfangen werden.
Die E-Mail ist weiterhin der ungeschlagene Champion in der Weihnachtszeit
In einer von uns durchgeführten Verbraucherstudie aus dem Jahr 2023 haben wir herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel (68,9 %) der Verbraucherschaft E-Mails bevorzugen, wenn es um BFCM-Angebote geht. Aber Werbe-E-Mails sind nicht die einzige wichtige Kommunikation in der Hochsaison. Transaktionsnachrichten sind laut 80,4 % der befragten Verbraucherschaft von entscheidender Bedeutung. Warum? Transaktionsnachrichten enthalten wichtige Kaufinformationen, Versandbestätigungen und zeitkritische Updates.

So vermeiden Sie in dieser Weihnachtszeit die Sperrlisten der ISPs
Der Höhepunkt am Black Friday ist der Startschuss für die hyperaktive Versandsaison in der Weihnachtszeit. Da sowohl Werbe- als auch Transaktionsnachrichten im Spiel und gefährdet sind, müssen Sie die Zustellbarkeit, saisonale Herausforderungen und deren Bewältigung aus vielen Blickwinkeln betrachten. Welche Fragen beschäftigen uns also in diesem Jahr am meisten?
- Was können Sie tun, um nicht im Spam-Ordner zu landen?
- Wie erreichen Sie die gewünschte Posteingangsplatzierung?
- Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Nachricht auf allen Geräten wie gewünscht angezeigt wird?
- Welche Art von Inhalten steigert Ihre Konversionen?
Die Praktiken der Posteingangsanbieter sind nicht einheitlich. Je nach Anbieter müssen unterschiedliche Hürden überwunden werden, um nicht nur im Posteingang, sondern im primären Posteingang zu landen. Bei der Zustellbarkeit geht es nicht nur um das Ankommen an sich, sondern auch darum, wo genau im Posteingang Sie landen. Natürlich ist es oft eher eine Kunst als eine Wissenschaft, zu entschlüsseln, wie verschiedene ISPs ihre Nachrichtenverteilung filtern und regulieren.
Lassen Sie uns darüber sprechen, wie Sie Ihre Strategie aufbauen.
- Ihre Einrichtung zur E-Mail-Authentifizierung überprüfen.
- Sicherstellen, dass Sie Ihre Domain/IPs aufgewärmt haben.
Gmail und Yahoo haben ihre Anforderungen an Absender im Jahr 2024 verschärft – insbesondere in Bezug auf DMARC. Unsere neueste Studie zur E-Mail-Zustellbarkeit hat gezeigt, dass 79,7 % der Absender, die Änderungen vorgenommen haben, aufgrund dieser neuen Anforderungen ihre E-Mail-Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC) aktualisiert haben.
Schritt eins: Zielgerichteten Content erstellen
Entscheiden Sie, was Sie versenden möchten.
Das Ziel ist es nicht, die Posteingänge mit Inhalten zu überfluten – vor allem in einer Jahreszeit, in der Nutzer gegenüber Betreffzeilen mit verlockenden Angeboten und Rabatten abgestumpft sein können. In einem Meer von E-Mails heben sich gute Inhalte und Kreativität ab. Konzentrieren Sie sich darauf, sinnvolle Kampagnen zu entwickeln, anstatt den Preis für die meisten versendeten E-Mails gewinnen zu wollen.
Was sind sinnvolle Inhalte? Sinnvolle Inhalte sind relevant und persönlich. Das kann je nach Versandmotiv variieren, aber am Black Friday sind die wichtigsten Inhalte, die Sie vermitteln können, wahrscheinlich die Produkte und Dienstleistungen, die Sie bewerben.
Bei der Entwicklung Ihrer Inhalte empfehlen wir, diese kurz zu halten und Funktionen wie erweiterte Personalisierung, Segmentierung und AMP-E-Mails in Betracht zu ziehen. AMP macht Ihre E-Mails nicht nur interaktiv, sondern erspart es Nutzern auch, zu einer anderen Seite navigieren zu müssen. Wir haben festgestellt, dass solche Ansätze die Konversionsraten auf 41 % steigern können.
Denken Sie daran: Sie haben nur begrenzt Zeit und Platz, um einen Nutzer zu einer Interaktion zu bewegen. Wenn Sie im Posteingang um Aufmerksamkeit konkurrieren, sollten Sie den gesamten verfügbaren Platz optimal nutzen – von der Betreffzeile über den E-Mail-Textkörper bis hin zu einem markenkonformen Absenderbild.
Schritt zwei: Nach Engagement segmentieren
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie arbeiten für eine gemeinnützige Organisation und bitten einmal im Jahr in der Weihnachtszeit um Spenden. In den letzten Jahren haben Sie eine Liste mit 1 Million Abonnenten gesammelt. Die Geschäftsführung kommt herein und sagt diese peinlichen drei Worte: „An alle senden“. Logischerweise könnten Sie denken, dass der Versand an Ihre gesamte Liste die höchste Reichweite erzielt und somit die meisten Spenden einbringt.
Sehen wir uns an, warum das eine schlechte Idee ist:
- Inaktive Kontakte sind nicht die beste Zielgruppe. Wenn Sie eine große Liste mit nicht verifizierten Kontakten haben, müssen Sie mit einer hohen Anzahl an Bounces rechnen.
- Kontakte, die sich vor über einem Jahr angemeldet haben, sind möglicherweise nicht mehr daran interessiert, E-Mails von Ihnen zu erhalten – vor allem, wenn Sie nur selten versenden. Zudem ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Kontakte Ihre Nachrichten als Spam markieren, was Ihrer Absenderreputation schadet.
Achten Sie in der Weihnachtszeit darauf, wie verschiedene Empfänger mit Ihren E-Mails interagieren, und segmentieren Sie Ihre Listen basierend auf dem Engagement, das die Kontakte im Laufe des Jahres gezeigt haben. Vermeiden Sie es, E-Mails an inaktive Kontakte und an Personen zu senden, die schon länger nicht mehr mit Ihren Nachrichten interagiert haben. Senden Sie stattdessen mehr E-Mails an diejenigen, die Ihre E-Mails häufig öffnen und anklicken.
Schritt drei: Versandhäufigkeit festlegen
Sobald Ihre Inhalte und Listen stehen, ist der nächste Schritt herauszufinden, wie oft Sie senden sollten. Das perfekte Mittelmaß für den Versand zu finden, ist nicht immer einfach – insbesondere in Zeiten mit Spitzenvolumen wie dem Black Friday oder Cyber Monday. Und dieses „genau richtige“ Maß wird auch von den Versandhäufigkeiten und -volumen anderer Absender beeinflusst. Wenn Sie versuchen, einen Nutzer dazu zu bringen, Ihre Nachricht zu öffnen, müssen Sie sich fragen: Mit welcher Frequenz erreichen Sie dieses Ziel?
Die Menschen erhalten in der Weihnachtszeit viele E-Mails. Ein guter Ansatzpunkt für den Versand ist es, Ihre Zustellbarkeitsmetriken vom letzten Jahr zu überprüfen und einen Blick auf Ihre Öffnungsraten. Wenn Sie mit den Metriken nicht zufrieden sind, prüfen Sie, wie oft Sie Weihnachtskampagnen versendet haben. Haben Sie das Versandaufkommen in der Weihnachtszeit deutlich erhöht? Wenn ja, sollten Sie in Betracht ziehen, diese Zahl zu reduzieren, um sie besser an Ihre normalen Versandmuster anzupassen.

Der andere zu berücksichtigende Faktor ist das Volumen. Wenn Sie zehntausend E-Mails auf Ihrer Liste haben, aber normalerweise nicht an alle gleichzeitig versenden, könnte es Ihnen schaden, das Volumen sofort voll auszuschöpfen. Wann immer Sie das Volumen erhöhen, sollten Sie sich im Voraus vorbereiten. Eine schrittweise Erhöhung fördert die Zustellbarkeit.
Das Engagement hat einen enormen Einfluss auf die Zustellbarkeit und es wird viel geforscht, um herauszufinden, wie oft Nutzer ihre Posteingänge überprüfen und welche Zeiten optimal für den Versand sind. Wir stellen fest, dass viele Kampagnen genau zur vollen Stunde versendet werden, z. B. um 09:00 Uhr. Bedenken Sie jedoch: Wenn sehr viele Unternehmen alle um 09:00 Uhr versenden, halten ISPs Nachrichten zurück, um das Volumen zu bewältigen, und Ihre Zustellung könnte sich verzögern. Wenn es Ihnen wichtig ist, wann Ihre Nachricht ankommt, versuchen Sie es mit einer leicht abweichenden Uhrzeit, wie z. B. 09:17 Uhr.
Schritt vier: Vorschau und Test der E-Mail-Darstellung
Prüfen Sie Ihr Erscheinungsbild, bevor Sie an die Öffentlichkeit gehen.
Die Optik ist zwar nicht alles (auch wenn das Design-Team da widersprechen mag), aber es ist entscheidend, dass Ihre E-Mails auf jedem Gerätetyp und Betriebssystem ansprechend aussehen. Jeder Posteingang und jedes Gerät stellt E-Mails anders dar. E-Mail-Vorschautools ermöglichen es Ihnen, Ihre Inhalte zu testen und Anpassungen vorzunehmen, bevor Sie Ihre Kampagnen versenden.
Die Vorschau Ihrer E-Mails bietet noch weitere Vorteile, die über ein gutes Erscheinungsbild hinausgehen. Das Erscheinungsbild ist die eine Seite der Medaille, die Optimierung die andere. Sind Ihre E-Mails für den Dunkelmodus optimiert? Funktionieren Ihre Links? Haben Sie die Rechtschreibprüfung durchgeführt? All diese Fragen zielen darauf ab, die Qualität Ihrer E-Mail zu bewerten, damit Sie nichts versenden, was Ihrer Marke oder Ihrer Reputation schaden könnte.
Besonders in der Weihnachtszeit ist die Vorschau Ihrer Nachrichten noch wichtiger, da Ihre Mails in Konkurrenz zu über 116 Millionen anderen E-Mails allein am Black Friday stehen. Nutzer können nicht mit E-Mails interagieren, die sie nicht erhalten, und sie klicken höchstwahrscheinlich E-Mails weg, die nicht richtig dargestellt werden.
Schritt fünf: Ihre Liste mithilfe von E-Mail-Validierungen bereinigen
Eines der wichtigsten Elemente der Zustellbarkeit ist eine gut gepflegte Liste. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, aber denken Sie daran – ob Sie auf der braven oder der unartigen Liste landen, hängt von Ihrem Verhalten des ganzen Jahres ab. Dieser Ansatz lässt sich wunderbar auf Ihre E-Mail-Adressliste übertragen.
Das Tool zur E-Mail-Validierung von Mailgun wertet Ihre Liste aus und erkennt Tippfehler, nicht existierende Postfächer, Wegwerf-E-Mail-Adressen sowie andere Listeninkonsistenzen, indem es diese mit unserer umfangreichen Datenbank für Validierung und Engagement abgleicht.
Die E-Mails auf Ihrer Liste vor dem Versand Ihrer Weihnachts-E-Mail-Kampagnen zu validieren, ist unerlässlich – es ist jedoch auch eine Pflegemaßnahme, die Sie das ganze Jahr über durchführen sollten. Es gibt Maßnahmen, die Sie bereits bei der Erfassung der E-Mail-Adressen ergreifen können, um sicherzustellen, dass Nutzer tatsächlich abonnieren und mit Ihrem Unternehmen interagieren möchten.
Double-Opt-ins können implementiert werden, um dem Abonnementprozess des Nutzers einen zusätzlichen Schritt wie ein Captcha oder eine E-Mail-Bestätigung hinzuzufügen. Bedeutet das mehr Aufwand für Ihre Nutzer? Vielleicht ein wenig. Es ist jedoch eine hervorragende Möglichkeit, eine Liste aufzubauen, die deutlich höhere Engagement-Raten erzielt und ein geringeres Risiko birgt, dass Ihre Nachrichten als Spam markiert werden.

Schritt sechs: Seed-Tests durchführen
Seed-Tests sind wie eine Generalprobe. Dabei senden Sie Ihre Kampagne an Adressen auf einer Seed-Liste – einer Liste mit Test-E-Mail-Adressen, mit der Sie überwachen, wo Nachrichten im Posteingang landen. So können Sie Probleme frühzeitig erkennen und beheben, damit Ihre Kampagneninhalte wie gewünscht zugestellt werden und keine Spamfilter auslösen.

Seed-Tests fördern zudem die Posteingangsplatzierung, indem sie Einblicke in Ihre Authentifizierung, Anbieter-Scores und die genaue Platzierung Ihrer E-Mails im Posteingang bieten. Einige Posteingänge filtern Nachrichten danach, ob sie als legitime Nachrichten oder als kommerzielle Angebote eingestuft werden. An einem Tag mit hohem Versandvolumen wie dem Black Friday können Seed-Tests Ihnen helfen, direkt im Zentrum der Aufmerksamkeit zu landen – im primären Posteingang.
Schritt sieben: Spam-Beschwerden überwachen und verwalten
Unsere Umfrage aus dem Jahr 2024 hat gezeigt, dass 48 % der Absender es als eine der größten Herausforderungen betrachten, nicht im Spam zu landen. Um dieses Problem anzugehen:
- Überwachen Sie regelmäßig Ihre Spam-Beschwerderaten
- Implementieren Sie einen klaren und einfachen Abmeldeprozess
- Segmentieren Sie Ihre Liste basierend auf Engagement, um die Wahrscheinlichkeit von Spam-Beschwerden zu verringern
- Ziehen Sie ein Double-Opt-in-Verfahren für neue Abonnenten in Betracht
- Durch aktives Verwalten von Spam-Beschwerden können Sie Ihre Absenderreputation verbessern und Ihre Chancen erhöhen, in der umkämpften Weihnachtszeit im primären Posteingang zu landen.
Der Versand in diesem Jahr kann die Zustellbarkeit im nächsten Jahr fördern
Die Zustellbarkeit ist rund um die Feiertage ein viel diskutiertes Thema. Der Aufbau einer erfolgreichen Zustellbarkeitsstrategie ist jedoch ein fortlaufender Prozess und kann sich manchmal wie ein Fass ohne Boden anfühlen. Die Implementierung einer starken ROI-Strategie für Ihr E-Mail-Programm zahlt sich auch langfristig für all Ihre zukünftigen Versendungen aus. Erfahren Sie mehr dazu in der Session von Best beim Email Camp 2024: Möchten Sie Ihren E-Mail-Marketing-ROI massiv steigern?
- Die Posteingangsplatzierung ist entscheidend: Das Tracking und die Verbesserung der Posteingangsplatzierung können den ROI drastisch steigern.
- Inaktive Kontakte reaktivieren oder bereinigen: Die gezielte Ansprache inaktiver Kontakte durch Re-Engagement-Kampagnen oder eine Listenbereinigung kann den ROI erheblich verbessern.
- Automatisierung nutzen: Automatisierte E-Mails, wie Geburtstagsgrüße oder getriggerte Kampagnen, generieren höhere Öffnungs- und Klickraten.
- Zielgruppe segmentieren: Die Segmentierung Ihrer Zielgruppe basierend auf Engagement und Daten ermöglicht gezieltere und relevantere Nachrichten.
- A/B-Tests durchführen: Nutzen Sie A/B-Tests, um die leistungsstärksten Betreffzeilen, Angebote und E-Mail-Komponenten zu ermitteln.
Zustellbarkeit ist ein komplexes Thema, in das man sich erst einmal hineindenken muss – ein bisschen so, als würde man versuchen, ein unverpacktes Fahrrad in Geschenkpapier einzuwickeln: Es gibt viele Zahnräder und Speichen, die bedacht werden müssen. Wir bei Mailgun haben eine solche Leidenschaft für die Zustellbarkeit, dass wir das ganze Jahr davon träumen. Wenn Sie diese Informationen hilfreich fanden, aber noch mehr benötigen, sehen Sie sich unsere Tools und Dienste für die E-Mail-Zustellbarkeit an.