Chapter 8
In der Vergangenheit oder vielmehr zu Beginn ging es bei der E-Mail-Zustellbarkeit vor allem um die Infrastruktur. Wenn Ihre IP-Adresse aufgewärmt und Ihre Reputation in Ordnung war und Sie über grundlegende SPF und DKIM verfügten, war alles in Ordnung. Aber die Definition von Zustellbarkeit entwickelt sich weiter. Authentifizierung, Compliance und nun auch Barrierefreiheit spielen eine Rolle und das Nutzererlebnis prägt den Standard für den E-Mail-Versand.
Unsere Umfrage und die Daten in diesem Bericht zeigen, dass der Posteingang selektiver, stärker reguliert und mehr auf das Erlebnis der Empfangenden ausgerichtet ist. Und dieser Trend setzt sich weiter fort. Mit dem Inkrafttreten des European Accessibility Act tragen Absender eine neue Verantwortungsebene bei der Kommunikation mit Zielgruppen in der EU.
Die Wahrheit bleibt: Wenn Sie ein guter Absender sind, gute E-Mails erstellen und sich um das wahrgenommene Vertrauen sowie Ihre Absenderreputation kümmern, wird alles gut gehen.
Zuerst war es Yahoogle. Dann Microsoft. Jetzt macht die Barrierefreiheit Schlagzeilen.
Ab dem 28. Juni 2025 ist der European Accessibility Act (EAA) in Kraft und verpflichtet Marken, die E-Mails an eine EU-Kundschaft senden, gesetzlich zur Einhaltung von Standards für die digitale Barrierefreiheit. Das bedeutet, dass Struktur, Inhalt und Design Ihrer E-Mail für Menschen mit Behinderungen nutzbar sein müssen. Mit anderen Worten: Es ist Zeit für E-Mails für alle.
„Die meisten Probleme mit der Barrierefreiheit in E-Mails lassen sich durch Struktur, Hierarchie und Farbkontraste beheben. Das bedeutet, dass Ihre E-Mail-Vorlagen von Bedeutung sind. Genauso wie Ihre Fallbacks. Und Ihr Designsystem, Ihre Texte sowie Ihre Entwicklungstools müssen alle ein inklusiveres Erlebnis unterstützen.“
Barrierefreiheit in E-Mails wird oft auf Alt-Texte und ARIA-Labels reduziert, aber sie geht weit darüber hinaus. Denken Sie an visuelle Hierarchien, Farbkontraste, aussagekräftige Überschriften und die Kompatibilität mit unterstützenden Technologien.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben weltweit schätzungsweise 1,3 Milliarden Menschen eine Behinderung, was etwa 16 % der Weltbevölkerung entspricht. Da rund 4,6 Milliarden Menschen E-Mails nutzen, bedeutet das, dass etwa 736 Millionen E-Mail-Nutzer eine Behinderung haben.
Und das ist nicht nur eine Statistik zum Nutzererlebnis. Wenn Sie nicht an Barrierefreiheit denken, entgehen Ihnen schätzungsweise 59 Millionen US-Dollar.
Barrierefreiheit ist nicht nur eine moralische oder rechtliche Erwartung; sie ist nun Teil dessen, was einen guten E-Mail-Versand ausmacht. Barrierefreie E-Mails sind leichter zu lesen, schneller zu verstehen und bauen Vertrauen bei Ihrer Zielgruppe auf.
Diese Nachrichten laden in der Regel schneller, lassen sich besser überfliegen und verbessern Engagement-Metriken wie Öffnungs-, Klick- und Abmelderaten. Da E-Mail-Anbieter das Verhalten der Empfänger nutzen, um zu entscheiden, ob Sie in den Posteingang gehören, unterstützt Barrierefreiheit direkt Ihre Performance bei der Zustellbarkeit.
Und das ist der verborgene Vorteil, wenn Sie dem EAA einen Schritt voraus sind. Sie erfüllen nicht nur die Compliance-Richtlinien, Sie optimieren.
Die Einhaltung der Barrierefreiheit gemäß dem EAA ist ein fortlaufender Standard, keine einmalige Aufgabe. Um die Compliance bei der E-Mail-Sicherheit aufrechtzuerhalten und durchgehend nutzerfreundliche Nachrichten zuzustellen:
Wie finden Sie heraus, ob Ihre E-Mails barrierefrei sind?
Was wäre, wenn Sie Probleme mit der Barrierefreiheit, fehlerhafte Links und Darstellungsprobleme im Posteingang erkennen könnten, noch bevor Sie auf „Senden“ klicken?
Mit automatisierten Tests für Barrierefreiheit, Betreffzeilen, CTA-Performance und Client-Darstellung in über 100 Umgebungen hilft Mailgun Inspect Absendern dabei, potenzielle Hindernisse zu erkennen, bevor sie überhaupt im Posteingang landen.
Diese Test-Suite steht allen Kunden von Mailgun zur Verfügung und kann in unserem offenen Pilotprogramm kostenlos getestet werden. Kontaktieren Sie das Team von Sinch Mailgun, um loszulegen.
„Bei der Barrierefreiheit geht es nicht darum, etwas einfach nur abzuhaken. Es geht darum, Ihre E-Mail für alle lesbar und funktional zu machen. Das macht einen guten Versand aus.“
Früher ging es bei der Zustellbarkeit nur um Reputation und Infrastruktur. Heute ist es auch eine Verantwortung gegenüber Ihren Abonnenten, gegenüber Vorschriften und dafür, den Posteingang zu einem besseren und sichereren Ort zu machen.
E-Mail-Anbieter legen die Messlatte höher. Nutzer erwarten Besseres. Regierungen setzen Barrierefreiheit durch. Aber die Absender, die diesen Wandel annehmen und beim Design an alle denken, werden diejenigen sein, die im Posteingang vertrauenswürdig und sichtbar bleiben.
Wir beobachten einen Wandel, der über bloße technische Updates oder Richtlinienänderungen hinausgeht. Die Zukunft sieht nach einer langfristigen Entwicklung hin zu E-Mails aus, bei denen die Nutzererfahrung im Mittelpunkt steht. Das bedeutet, Transparenz, Benutzerfreundlichkeit und Identität in den Mittelpunkt jeder Nachricht zu stellen.
Authentifizierung, Compliance und Barrierefreiheit – das sind die drei Grundpfeiler. Absender, die jetzt in dieses Fundament investieren, sind Veränderungen wie dem EAA nicht nur einen Schritt voraus, sondern auch besser auf alle zukünftigen Erwartungen an den Posteingang vorbereitet.
Bei der Zukunft der E-Mail geht es nicht darum, neue Tricks zu finden. Es geht darum, die Grundlagen richtig umzusetzen und diese beizubehalten.
Bei der Zukunft der E-Mail geht es nicht darum, neue Tricks zu finden. Es geht darum, die Grundlagen richtig umzusetzen und diese beizubehalten.
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